So sehen Sieger aus: Nick Tufegdzic (r.) freut sich mit seinem Uni-Baskets-Teamkollegen Phillip Daubner über den Heimerfolg gegen Chemnitz. - © Marc Köppelmann
So sehen Sieger aus: Nick Tufegdzic (r.) freut sich mit seinem Uni-Baskets-Teamkollegen Phillip Daubner über den Heimerfolg gegen Chemnitz. | © Marc Köppelmann

Paderborn Paderborns Basketballer Nick Tufegdzic ist wieder fit

Jochem Schulze

Paderborn. Nick Tufegdzic hat ein großes Ziel. Der 24 Jahre alte Kanadier, der seit dem Sommer 2015 für den Zweitligisten Uni Baskets spielt, will endlich eine Play-Off-Partie gewinnen. Mit den Lions der York University Toronto war der 2,03-Meter-Mann in seinen Studienjahren in der ersten Runde der Stichkämpfe immer recht sang- und klanglos ausgeschieden. In Paderborn bekommt der Power Forward möglicherweise eine neue Play-Off-Chance. Für den Einzug in die Meisterrunde müssen die Baskets gegen Hanau und in Köln gewinnen. Die Partie des Sonntags (Anwurf 17 Uhr) bei den Crailsheim Merlins ist also nur ein Bonusspiel. "Das ist sportlich schwierig und emotional einfach", sagt Uli Naechster vor der Begegnung beim Erstligaabsteiger. Der gewann zuletzt fünfmal in Folge und ist für den Paderborner Cheftrainer in diesen Tagen "das beste Team der Liga". Dennoch sieht der 33-Jährige die eigene Mannschaft in der Arena Hohenlohe nicht chancenlos. "Wir haben gegen Chemnitz eine gute Leistung abgeliefert. Wenn wir die jetzt bestätigen, besitzen wir auch gegen Crailsheim eine realistische Chance", sagt Naechster. Der freut sich über den guten Fitnesszustand seines Teams, in dem nur Youngster Luca Kahl (doppelter Bänderiss) ersetzt werden muss. Alle anderen Akteure sind auch nach 26 Spieltagen in einer sehr ordentlichen Verfassung. Playmaker Chase Adams, der nach einer Knie-OP im Sommer 2016 nur etwas schwer in die Serie gefunden hatte, hat wieder zu richtig guter Form gefunden. Und kann am Sonntag sicher auch guten Gewissens Tufegdzic ins Spiel bringen. Letzterer war nach einer Sprunggelenk-Verletzung Anfang Februar operiert worden und kehrte nach schnellem Heilungsprozess beim jüngsten Heimsieg über Chemnitz ins Aufgebot zurück. "Ich trainiere ohne Probleme und bin nun wieder bei 100 Prozent", erklärt Tufegdzic, der sich in seiner zweiten Serie in Paderborn in allen Bereichen verbessert und zu einem guten Dreierschützen entwickelt hat. "Ich fühle mich wohl hier und habe als Spieler Fortschritte gemacht", sagt der Mann aus Ontario. Dem fehlt nun eigentlich nur noch ein Play-Off-Sieg zum Glück. Ein Erfolg in Crailsheim würde es aber auch tun.

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