Paderborn Paderborner Basketballer erwarten eine Rekordkulisse

Der Zweitligist erwartet gegen Heidelberg mehr als 1.500 Zuschauer. Geschäftsführer Meyer und Trainer Naechster schließen Nachverpflichtungen aus

Jochem Schulze

Paderborn. Die Uni Baskets Paderborn haben in ihren sieben Hinrunden-Heimspielen im Schnitt 1.147 Besucher gezählt. Mit dieser Zahl sind die Offiziellen des Basketball-Zweitligisten durchaus zufrieden. Heute Abend aber, im "Weihnachtsspiel" gegen die Academics Heidelberg, soll die 1.500er Marke geknackt werden. Anwurf ist um 19.30 Uhr im Sportzentrum Maspernplatz. Mit einem Sieg im letzten Spiel des Jahres könnten die Baskets ihre positive Entwicklung der vergangenen Monate noch ein gutes Stück vorantreiben. "Wir haben zuletzt wichtige Schritte nach vorn gemacht. Wir konnten zur neuen Saison den Etat erhöhen und haben neue Sponsoren gewonnen", sagt Dominik Meyer. Der Geschäftsführer, der seit dem Sommer 2015 im Amt ist und auf dieser Position endlich für Kontinuität sorgt, steckt aber auch neue Ziele ab. "Wir wollen uns wirtschaftlich stabilisieren. Es wäre schön, wenn wir mit unserem Etat auch mal über dem Schnitt der Liga liegen würden", sagt der 30-Jährige. Der verwaltet in dieser Spielzeit etwa 450.000 Euro. Der Ligaschnitt liegt bei 800.000; Weißenfels, Crailsheim und Gotha haben jeweils deutlich mehr als zwei Millionen Euro im Säckel. Auch die Heidelberger kalkulieren gewiss mit ein paar Euro mehr als die Paderborner. Das Geld scheint gut angelegt. Das Team von Branislav Ignjatovic ist ausgeglichen besetzt, hat bereits zehn Siege eingefahren und die Hinserie auf dem fünften Tabellenplatz abgeschlossen. "Heidelberg steht auf dem Papier vor uns", sagt Uli Naechster. Paderborns Trainer weiß, dass am Abend vor dem Heiligen Abend die Verteidigungsleistung eine ganz entscheidende Rolle spielen wird. "Wir haben zuletzt offensiv überzeugt. Nun muss der Fokus aber auch auf die Defensive gelegt werden", erklärt Naechster. Der wird - unabhängig vom Resultat des Heidelberg-Spiels - auch im neuen Jahr auf den unveränderten Kader setzen. "Wir reden nicht über Nachverpflichtungen", sagen Meyer und Naechster unisono. Tatsächlich gibt der Etat nicht mehr viel her. Und sollten dennoch einige Euro übrig sein, sollen diese in strukturelle Verbesserungen gesteckt werden. "Wir fahren weiterhin in Neuner-Bullis zu den Auswärtsspielen. Eine Anreise per Bus wäre deutlich entspannter und bequemer", verrät Naechster seinen weihnachtlichen Wunschzettel.

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