Erdbeeren -  die Saison startet bald. - © picture alliance / Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa
Erdbeeren -  die Saison startet bald. | © picture alliance / Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Garten Warum es sich lohnt, Obst und Gemüse nach dem Saisonkalender zu kaufen

Wir haben acht Gemüse- und Obstsorten zusammengestellt, die jetzt und im Mai Saison haben

Tina Gallach

Manchmal kann Essen ganz schön anstrengend sein: Wir sollen auf Vitamine achten, auf Ballaststoffe, Fette, Schadstoffe. Es soll also super gesund sein – und natürlich auch noch gut schmecken. Der beste Weg, all das in einen Topf zu bekommen ist: saisonal und regional kaufen. Für heimisches Obst und Gemüse den Saisonkalender zu nutzen, kann sich nämlich richtig lohnen: Wer nach Saison kauft, bekommt bessere Ware – und zahlt meist auch noch weniger als für Lagerobst und -gemüse. Der größte Vorteil aber ist die Frische von saisonalem Obst, Gemüse und Salat. Da heimische Sorten im Gegensatz zu meist unreif Geerntetem aus fernen Ländern vollständig ausreifen, enthalten sie mehr Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Außerdem ist in der natürlichen Erntezeit das Aroma von Obst und Gemüse am intensivsten: Es konnte optimal Sonne an der frischen Luft tanken und so seinen vollen Geschmack entfalten. Außerdem gibt es noch einen großen Zusatznutzen: Wer saisonal und regional kauft, schützt die Umwelt. Denn wenn Lebensmittel per Flugzeug transportiert werden, belasten sie das Klima etwa 80-mal mehr als beim Transport per Schiff – und sogar bis zu 300-mal mehr, als wenn Produkte regional verkauft werden. Aber auch da gibt es Unterschiede: Lkw stoßen mindestens doppelt so viele Treibhausgase aus wie die Bahn. Wir haben acht Obst-, Gemüse- und Salatsorten zusammengestellt, die jetzt und im Mai Saison haben und ihre Inhaltsstoffe aufgelistet. Erdbeeren Die kleinen roten Früchte stehen auf der Beliebtheitsskala der Deutschen an zweiter Stelle – gleich hinter dem Apfel. Und das zu recht: Erdbeeren sind durch ihren hohen Vitamin C-Gehalt von 65 Milligramm pro 100 Gramm kleine Vitaminbomben. Hinzu kommen nämlich unter anderem noch 54 Mikrogramm Vitamin B2, 43 Mikrogramm Folsäure und 13 Mikrogramm Vitamin K. Dazu sind sie mit nur 32 Kilokalorien pro 100 Gramm echte Schlankmacher und enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die als krebsvorbeugend gelten. Spargel 
Er ist seit Jahrhunderten bekannt – vielleicht, weil er viele Inhaltsstoffe hat, die sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken können. Schade, dass der Spargel nur von April bis Juni geerntet wird. Seine Asparaginsäure und Kalium regen nämlich den Stoffwechsel an und unterstützen Leber, Niere und Lunge. Seine schöne Farbe verdankt der Spargel dem Chlorophyll. Spargel schmeckt nicht nur gekocht, sondern auch gebraten oder gegrillt. Rhabarber Rhabarber ist kein Obst – sondern Gemüse. Trotzdem wird er bei uns am liebsten als Kompott, auf Kuchen oder einfach in Honig getaucht gegessen. Der Rhabarber enthält ähnlich wie die Erdbeere viel Wasser und nur wenig Kalorien (zumindest ohne Honig). Dafür steckt aber auch er voller Vitamine und Mineralstoffe: Besonders hoch ist der Gehalt an Vitamin C, Kalium, Natrium und Eisen. Wer unter Rheuma, Arthritis oder Gicht leidet, sollte wegen der Oxalsäure im Rhabarber allerdings nur wenig davon essen. Lauch 
Lauch ist vielseitig und gesund – früher wurde er auch der „Spargel des armen Mannes" genannt. Wie Zwiebel und Knoblauch gehört er zur Familie der Narzissengewächse – schmeckt aber milder. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind reichlich vorhanden: Besonders Vitamin C und K sowie Folsäure Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Mangan. Außerdem enthält er viele sekundäre Pflanzenstoffe, die antibakteriell wirken. Blumenkohl 
Kinder mögen ihn nur selten – dabei ist Blumenkohl nicht nur reich an Ballaststoffen, sondern enthält auch viele Mineralstoffe und Vitamin C. Zudem ist aber auch er wegen seiner wenigen Kalorien ein ideales Frühlingsgemüse. Außerdem wirkt sich der darin enthaltene hohe Anteil an Pantothensäure positiv auf die Linderung von Gelenkschmerzen aus, wenn diese auf Arthritis oder Arthrosen beruhen. Die Folsäure, die im Blumenkohl enthalten ist, unterstützt die Bildung von roten und weißen Blutkörperchen. Spinat 
Spinat gehört zu den besonders wertvollen Gemüsesorten, denn in ihm stecken alle wichtigen Mineralstoffe und reichlich Vitamine. Besonders Zink, das wichtige Aufgaben im Immunsystem übernimmt, ist in großer Menge enthalten. Dazu ist auch Eisen in Spinat zu finden – wenn auch nicht so viel, wie jahrelang durch einen Kommafehler vermutet. Die Eisenaufnahme wird jedoch durch die im Spinat enthaltene Oxalsäure gehemmt, weswegen man Spinat mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln kombinieren sollte. Vitamin C vermindert die Wirkung von Oxalsäure und fördert die Aufnahme von Eisen. Daneben punktet Spinat mit Vitamin C, D und E, welche zu den Antioxidantien gehören und das Immunsystem stärken. Kohlrabi 
Egal ob als Püree, Suppe, Auflauf oder Beilage: Kohlrabi steckt voller Vitamine und ist jederzeit ein gesunder und leckerer Snack. Die meisten Vitamine (Vitamine C, Carotin, Niacin sowie B-Vitamine) stecken übrigens nicht in der Knolle, sondern in den Blättern, die roh, zum Beispiel im Salat gegessen werden können. Die Knollen bestehen übrigens auch zu mehr als 90 Prozent aus Wasser, sie sind also kalorienarm. Zudem enthalten sie viele Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und Eisen. 

Rucola 
Rucola ist einer der gesündesten Salate, die es bei uns gibt. Die leicht bitteren Blätter sind nicht nur reich an Vitamin C, sondern auch an Mineralstoffen. Besonders der Vitamin C-Gehalt des Blattsalats ist überaus hoch, aber auch die Vitamine E, B2, B3 und K kommen in höherer Konzentration vor als in anderen Salaten. Zusätzlich enthält Rucola eine große Menge verschiedener Nährstoffe wie unter anderem Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium und Zink. Mit 27 Kalorien pro 100 g Salat ist Rucola übrigens auch noch ein perfekter Energielieferant ist. Wird er im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert, bleibt er lange frisch und es gehen kaum Vitamine und Nährstoffe verloren. Rucola ist also ein echtes und unkompliziertes Allroundtalent.

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