Bielefeld Toben statt glotzen

Von der Klasse 8a der Georg-Müller-Schule

Beim Bastelwettbewerb, den die BKK Gildemeister-Seidensticker anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Projekts "Florina Fit" veranstaltet hat, haben die Kitas Butterkamp und Lämershagen eine Aufführung mit dem Theater "Radelrutsch" gewonnen (die NW berichtete). So trafen jetzt rund 50 aufgeregte, anfangs teils noch etwas schüchterne Kinder der Kita Butterkamp den fröhlichen "Herrn Tag" (Bernhard Wilbs). Er verwandelte ihre Kita-Halle in eine bunte Blumenwiese mit Sonnenschein und begeisterte alle mit dem Stück "Heut? ist so ein schöner Tag". Durch sein Spiel, die Lieder und Musik brachte er die Kinder dazu, intensiv mitzumachen.

In dem 40-minütigen Stück ging es darum, dass Herr Tag überall die Kinder sucht: auf dem Spielplatz, auf der Wiese und schließlich im Wald. Aber nirgends kann er sie finden. Zum Schluss entdeckt er sie alle zu Hause vor Bildschirmen und Fernsehgeräten. Zusammen mit den Kindern im Publikum überlegt Herr Tag, wie er die Kinder aus den Häusern locken kann. Auf lustige Art bringt er sein Publikum als Zwergnase zum Lachen, zieht eine rote Zipfelmütze auf oder zeigt ihnen, wie man Blumen und Gräser wachsen hören kann. Immer wieder vermittelt er seine Botschaft mit Liedern wie "Der Ball ist rund, die Welt ist bunt, ich bin munter und gesund" und "Lasst uns nach draußen gehen, dort können wir Freunde sehen."



Das Stück spiegelt wider, wie sich tatsächlich viele Kinder und auch Erwachsene verhalten. Statt bei schönem Wetter nach draußen zu gehen, sitzen sie zu Hause und beschäftigen sich mit digitalen Medien. Bereits die Vorschulkinder könnten Smartphones bedienen, bestätigte Kita-Leiterin Karin Wittig. Sie betont die Wichtigkeit des Themas: "Lieber draußen spielen und toben als drinnen glotzen und daddeln."



"Alle Übungen und Spiele, die die Kita-Kinder mitmachen sollten, sind in Zusammenarbeit mit Kinderärzten und -psychologen entwickelt worden", berichtet Bernhard Wilbs. Die Spiele sollen zur Gesundheits- und Sprachförderung der Mädchen und Junge beitragen, indem möglichst alle Sinne bestmöglich angesprochen werden. So soll das Zusammenspiel beider Gehirnhälften optimiert und die Grob- wie die Feinmotorik gefördert werden.



Zum Glücklichsein braucht man weder Smartphone noch Fernseher, das sah man an den glänzenden Augen der Kinder. Voller Elan und guter Laune gingen sie am Schluss zurück in ihre Gruppen.

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