Brussels-Airlines-Maschine - © Foto: Stephanie Lecocq/EPA
Die Piloten von Brussels Airlines fordern höhere Gehälter und protestieren gegen unsichere Arbeitsbedingungen. | © Foto: Stephanie Lecocq/EPA

Deutschland-Flüge fallen aus Streik bei Brussels Airlines trifft Zehntausende Passagiere

Brüssel - Wegen eines Pilotenstreiks hat die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines drei Viertel ihrer Flüge gestrichen, darunter fast alle Verbindungen von Brüssel nach Deutschland.

Insgesamt waren rund 63.000 Passagiere betroffen, wie Sprecherin Wencke Lemmes-Pireaux der Deutschen Presse-Agentur sagte. Am Brüsseler Flughafen sei es extrem ruhig. Auch für Mittwoch ist ein Streiktag vorgesehen. Am Montagmorgen begann jedoch eine Schlichtung, um den Konflikt beizulegen.

Die Piloten fordern höhere Gehälter und Renten sowie einen besseren Ausgleich zwischen Freizeit und Arbeitszeit. Die Gewerkschaft kritisiert unsichere Arbeitsbedingungen. Man verlange Klarheit von der deutschen Muttergesellschaft über die Zukunftspläne. Die Lufthansa hatte Brussels Airlines Anfang 2017 übernommen. Die beiden Streiktage könnten die Airline nach eigenen Angaben rund zehn Millionen Euro kosten.

Die Fluggesellschaft habe rund 55.000 der betroffenen Kunden erreicht, um ihre Flüge umzubuchen oder andere Angebote zu machen, sagte die Sprecherin. Umbuchungen oder Stornierungen würden gratis angeboten, hatte es schon vorab geheißen. Passagiere, die an ihrem Ziel festsitzen, würden in einem Hotel untergebracht oder könnten mit der Lufthansa oder einer anderen Airline fliegen.

Links zum Thema
Liste der stattfindenden Flüge von Brüssels Airlines am Montag und Mittwoch
Pressemitteilung von Brussels Airlines (Englisch)

Copyright © Neue Westfälische 2018
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2018
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group