Verarbeitung und Auswertung großer Datenmengen bedarf besonderer Spezialisten - Symbolbild. - © picture alliance / Niuguoliang.hefeimediagrope,Anhu/MAXPPP/dpa
Verarbeitung und Auswertung großer Datenmengen bedarf besonderer Spezialisten - Symbolbild. | © picture alliance / Niuguoliang.hefeimediagrope,Anhu/MAXPPP/dpa

Bielefeld Potenzial von Big Data bleibt oft ungenutzt

Zwei Drittel der Mittelständler in OWL erkennen zwar die Relevanz von Daten. Doch an der systematischen Erfassung und Analyse hapert es oft

Andrea Frühauf

Bielefeld. Internetriesen wie Amazon, Google und Facebook sind als Datensammler groß geworden. Wie geht der Mittelstand mit dem Thema Big Data um? Der Marktforscher Kantar TNS hat für die Commerzbank bundesweit Führungskräfte von 2.000 Mittelständlern befragt. Das Ergebnis der Commerzbank-Studie („Der Rohstoff des 21. Jahrhunderts: Big Data, Smart Data – Lost Data"): 75 Prozent der Mittelständler in OWL versuchen zwar Daten systematisch zu sammeln – damit liegt OWL vorne. Doch werde die Umsetzung vielfach durch interne Strukturen, Prozesse und der Führungskultur verhindert, um das riesige Potenzial zu nutzen, sagt Hans-Jürgen Stricker, Niederlassungsleiter der Commerzbank Bielefeld und verantwortlich für das Firmenkundengeschäft. Oftmals fehlen Analyse-Experten Die Erfassung aller Daten und deren Analyse ist in OWL laut Studie nicht die Regel. Zwar hat mehr als jeder zweite Mittelständler in OWL Daten zu Unternehmenslage, Auslastung der Ressourcen, Kundenzufriedenheit und Kundenprofilen. Doch in puncto Absatzschwerpunkte und Produktnutzung ist dies weniger der Fall. Nur gut 31 Prozent nutzen in OWL Daten für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und individueller Produktangebote. Die schnelle Anpassung des Sortiments an die Nachfrage nennen immerhin 49 (Bundesschnitt: 33) Prozent. Stricker: „Es fehlen qualifizierte Mitarbeiter und Analysespezialisten." Bei 34 Prozent der Unternehmen sei das Thema allein Chefsache. Bei 38 Prozent analysierten interne Spezialisten die Daten abteilungsübergreifend – „bei Smart-Data-Usern sind es dagegen 63 Prozent". Rund die Hälfte nutzten auch Banken und Sparkassen als Datenlieferant und -auswerter.

realisiert durch evolver group