Einblick in die Produktion des Fleischunternehmens Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. - © picture alliance / dpa
Einblick in die Produktion des Fleischunternehmens Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. | © picture alliance / dpa

Rheda-Wiedenbrück Clemens Tönnies: "Strafzölle für US-Schweinefleisch drücken Preise"

Marc Schröder

Rheda-Wiedenbrück. Der US-Handelsstreit zwischen den USA und China mit erhöhten Zöllen drückt weltweit die Schweinepreise. „Wer gedacht hätte, dass sich die Strafzölle positiv auf die Preise in Deutschland auswirken, hat sich getäuscht", sagt Clemens Tönnies am Montag bei der Vorstellung der Bilanz 2017 für Deutschlands größtes Fleischunternehmen Tönnies. Das Fleisch aus den USA würde jetzt statt nach China zu gehen weltweit auf die Märkte kommen. Im vergangenen Jahr steigerte Tönnies mit Sitz im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück im Vergleich zu 2016 seinen Umsatz um 8,6 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Mit rund 400 Millionen Euro geht ein Großteils dieses Wachstums aber auf die Integration der „Zur Mühlen"-Gruppe in den Konzern zurück. Weltweit schlachtete Tönnies 2017 mit rund 15 500 Mitarbeitern 20,6 Millionen Euro Schweine. Das ist im Vorjahresvergleich ein Plus von rund einem Prozent. Bei Rindern kletterten die Schlachtzahlen um 2 Prozent auf 432 000. Unternehmen wächst entgegen des Markttrends Für das laufende Geschäftsjahr und die mittelfristige Entwicklung sieht sich Tönnies gut aufgestellt. "Wir wachsen stabil, auch gegen den Markttrend. Ich blicke zuversichtlich nach vorne, auch wenn der Preisdruck und der Wettbewerb in den vergangenen Monaten nochmals deutlich zugenommen haben", sagt Andres Ruff, Geschäftsführer der Tönnies Holding. "Wir wollen auf diesen positiven Entwicklungen aufbauen. Die neuformierte Holding-Geschäftsführung hat die letzten Monate genutzt, um die Unternehmensstrategie weiter zu fokussieren. "Wir sind hungrig auf Erfolg", sagt Andres Ruff. Im Fokus der Unternehmensführung rücken für das laufende Geschäftsjahr insbesondere die Themen Internationalisierung, Konsolidierung, Kosten und Nachhaltigkeit. Erstellt mit Informationen der dpa.

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