Optimistisch: Sparkassen-Vorstandsmitglied Achim Frohss (l.) und Vorstandsvorsitzender Jens Härtel. - © Burkhard Battran
Optimistisch: Sparkassen-Vorstandsmitglied Achim Frohss (l.) und Vorstandsvorsitzender Jens Härtel. | © Burkhard Battran

Kreis Höxter/Brakel Sparkasse Höxter zieht Bilanz - Sparkurs und Stellenabbau bleiben

Sparkasse Höxter behauptet sich weiterhin gut in einem schwierigen Umfeld. Bilanzsumme wächst bei sinkenden Erträgen. Es sollen noch weitere Arbeitsplätze abgebaut werden

Burkhard Battran

Kreis Höxter/Brakel. Ein Kreditinstitut dessen Geschäftsmodell maßgeblich auf der Generierung von Zinserträgen basiert, tut sich in Niedrigzinsphasen naturgemäß schwer. Das trifft auf die nun schon ins dritte Jahr gehende Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank besonders zu, die insbesondere den Sparkassen das Leben schwer macht. Dennoch präsentierte sich die Sparkasse Höxter am Stammsitz in Brakel am Montag bei der Vorstellung ihrer Jahresbilanz für das zurückliegende Geschäftsjahr optimistisch. „Angesichts des schwierigen Marktumfeldes hat die Sparkasse Höxter erneut ein überzeugendes Ergebnis erwirtschaftet", sagte Vorstandsvorsitzender Jens Härtel. Bilanzgewinn von 1,3 Millionen Euro Unterm Strich kann die Sparkasse Höxter für das Jahr 2017 einen Ertrag von 14,7 Millionen Euro vorweisen. Nach Abzug von knapp fünf Millionen Euro für Steuern und einer weiteren Stärkung der Eigenkapitalzufuhr, verbleibt ein ausgewiesener Bilanzgewinn von 1,3 Million Euro. Damit liegt die Sparkasse exakt auf dem Vorjahresniveau. Insgesamt sind die Erträge gegenüber dem Vorjahr allerdings um 2,6 Prozent gesunken. „Das anhaltende Niedrigzinsniveau hinterlässt trotz wachsender Volumen im Kreditgeschäft Spuren im Zinsergebnis", sagte Härtel. Im Kreditgeschäft profitierte die Sparkasse von der guten Wirtschaftskonjunktur. So konnte in 2017 ein Kreditwachstum von 45 Millionen Euro vermittelt werden. Das ist ein Plus von 2,6 Prozent. Die Bilanzsumme der Sparkasse Höxter wuchs fast in derselben Größenordnung um 2,1 Prozent auf aktuell 1,485 Milliarden Euro. Zinsgewinne weiterhin rückläufig Wenn das Kreditgeschäft so weiter läuft, knackt die Sparkasse im nächsten Jahr die 1,5-Milliarden-Euro-Grenze. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zinsgewinne auch weiterhin rückläufig sind. Mit 31,2 Millionen Euro fiel der Zinsüberschuss um 1,6 Millionen Euro niedriger aus als im Vorjahr. Das ist ein Rückgang von fast fünf Prozent. „Die positive Entwicklung bei den Provisionserträgen konnte das nur zu einem kleinen Teil kompensieren", sagte Härtel. 14 Stellen im vergangenen Jahr eingespart Darum werde die Sparkasse den eingeschlagenen Weg der Kosteneinsparung durch Arbeitsplatzabbau weiter fortsetzten, erklärte Vorstandsmitglied Achim Frohss. Im vergangenen Jahr wurden 14 Stellen eingespart. Die Sparkasse hat aktuell 338 Mitarbeiter, davon 26 Auszubildende. Kündigungen würden aber nicht ausgesprochen. „Das vollzieht sich sozialverträglich über die natürliche Fluktuation", sagte Frohss. In der nächsten Woche werden die City-Filialen im Petrifeld in Höxter und der Hüffert in Warburg auf reinen Automatenbetrieb umgestellt. Sparkassenchef Jens Härtel betont: „Neue Filialschließungen sind nicht vorgesehen, und es bleibt auch dabei, dass wir weiterhin in allen Kommunen mit Personal vertreten sein werden."

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