Wirtschaft Bugatti steigert Umsatz erneut

Die Bugatti Holding Brinkmann verzeichnet 226 Millionen Euro Umsatz. Das Bekleidungsunternehmen will die Logistik beschleunigen

Carina Schmihing

Mit einem Umsatzplus von einer Million Euro gegenüber dem Vorjahr schließt der Bekleidungshersteller Bugatti Holding Brinkmann aus Herford das Geschäftsjahr 2017 ab. Das ist ein Plus von 0,4 Prozent. „Es ist zugegebenermaßen ein bisschen weniger als erhofft, aber ich bin zufrieden", fasst der geschäftsführende Gesellschafter Wolfgang Brinkmann das Ergebnis zusammen. Der deutsche Bekleidungsmarkt sei schwierig, sagt der 67-Jährige. Mitarbeiterzahlen wachsen Für das Unternehmen ist es das vierte Umsatzplus in Folge. Das Wachstum resultiere vor allem aus den wachsenden Vertriebswegen E-Commerce und Retail. Die Zahl der Mitarbeiter in der gesamten Holding ist um 42 auf 1.024 Mitarbeiter gestiegen. Am Stammsitz Herford arbeiten derzeit 393 Mitarbeiter. Das sind 12 mehr als im Vorjahr. Auch der Exportanteil ist um einen Prozentpunkt auf 44 Prozent leicht gestiegen. Die Bugatti Holding exportiert ihre Marken (neben Bugatti etwa Dressler, Wilvorst und Pikeur) in über 60 Länder. Das mit Abstand wichtigste Exportland ist Italien, gefolgt von Großbritannien, Österreich und den Niederlanden. In Russland zeichne sich eine erfreuliche Trendwende ab. Aktuell spreche alles dafür, dass sich die positive Entwicklung im laufenden Jahr fortsetzen werde. Retailgeschäft erfordert schnelle Reaktionen Die Brüder Wolfgang und Klaus Brinkmann sowie deren Söhne Markus und Julius haben 2017 mehr als drei Millionen Euro in ihr Logistikzentrum in Goslar investiert. Das Lager, von dem aus Outlets und Stores im In- und Ausland beliefert werden, wurde mit neuer Technik ausgestattet, die die Lieferprozesse beschleunigen soll. „Wenn ein Produkt am Markt gut läuft, müssen wir die Ware schnell auf die Fläche bekommen", erklärt Wolfgang Brinkmann. Moderne Lager- und Kommissioniersysteme seien entscheidend. Das Investitionsvolumen der gesamten Holding lag 2017 bei 7,4 Millionen Euro und ist damit fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. In 2017 seien fünf neue Geschäfte im Inland hinzugekommen und erstmals wurde auch die Bugatti-Damenkollektion auf eigenen Verkaufsflächen platziert. Als Sponsor und offizieller Ausstatter des österreichischen Fußball-Bundesligisten Rapid Wien sowie der finnischen Eishockey-Nationalmannschaft versucht Bugatti zudem, seine Bekanntheit im Ausland weiter zu steigern. Neue Lagerhalle für Pikeur 2018 wird für die Reitsportmarke Pikeur am Firmensitz in Werther ein neues Logistikzentrum gebaut. Die Vorbereitungen laufen und mit dem Baubeginn wird noch in der ersten Hälfte 2018 gerechnet. Schrittweise leitet das Unternehmen seit 2016 die Nachfolge in der Geschäftsführung ein. Markus Brinkmann hat im vergangenen Jahr die Verantwortung für die IT und Organisation und die Leitung der Firma Pikeur von seinem Vater Wolfgang übernommen. Gemeinsam verantworten sie die Bereiche Produktion, Personal und Finanzen. Klaus Brinkmann hat die Leitung des Bugatti-Exports an seinen Sohn Julius weitergegeben. Die Bereiche Vertrieb und Marketing liegen noch in gemeinsamer Hand.

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