Offensiv: Frank Brüggemann (Privatkunden) und Hans-Jürgen Stricker (Firmenkunden) sind mit 2017 zufrieden. - © Andreas Zobe
Offensiv: Frank Brüggemann (Privatkunden) und Hans-Jürgen Stricker (Firmenkunden) sind mit 2017 zufrieden. | © Andreas Zobe

Wirtschaft Bielefelder Niederlassung der Commerzbank stolz auf Wachstum

Das Frankfurter Finanzinstitut setzt auf die Steigerung des Marktanteils und ein flächendeckendes Filialnetz

Bielefeld. Die Commerzbank präsentiert sich mit wachsendem Selbstbewusstsein. „Wir sind stolz, dass wir 2017 so ein Riesenwachstum hingelegt haben", sagt Frank Brüggemann, der für Privatkunden zuständige Niederlassungsleiter der Commerzbank in Bielefeld. Das Institut will Marktanteile gewinnen: In seinem Bereich – in Bielefeld und den Kreisen Lippe, Herford und Minden-Lübbecke – seien 2017 netto mehr als 2.500 neue Kunden gewonnen worden, die Bank zähle in der Region nun 126.300 Kunden. Das Depotvolumen der Anleger wuchs um 4,1 Prozent auf 2,33 Milliarden Euro. Besonders erfolgreich laufe die Baufinanzierung: Es seien Immobilienkredite in Höhe von 189 Millionen Euro neu vergeben worden (plus 19,5 Prozent). Der Frankfurter Bankkonzern hat die Probleme der Vergangenheit noch keineswegs komplett verdaut. Der Bund ist mit gut 15 Prozent Beteiligung noch immer der größte Aktionär, und seit 2017 läuft ein erneutes Restrukturierungsprogramm, bei dem Vorstandschef Martin Zielke bis 2020 netto 7.300 von rund 50.000 Stellen abbauen will. Doch Probleme wie die verschärfte Regulatorik und die Zwänge der Digitalisierung treffen die ganze Branche, und die Commerzbank sieht wegen ihrer Größe echte Wettbewerbsvorteile für sich. Während manche kleinere Bank wegen erhöhter Dokumentationspflichten etwa auf eigene Anlageberatung verzichte, biete seine Bank diesen Service weiterhin an, so Brüggemann. „Wir schließen auch keine unserer 14 Filialen, und es gibt unverändert das kostenlose Girokonto", wirbt er. Ertrag des Auslandsgeschäfts gestiegen Einen Größenvorteil sieht auch Hans-Jürgen Stricker für das von ihm verantwortete Firmenkundengeschäft. Stärken der Bank seien die internationale Aufstellung mit 50 Auslandsstandorten und die Kompetenz bei Zins-, Währungs- und Rohstoffabsicherungen. Vor allem für Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Euro Umsatz sei die Commerzbank die Nummer eins im Firmenkundengeschäft, meint Stricker. Der Ertrag des aus Bielefeld betreuten Auslandsgeschäfts sei um 7,8 Prozent gestiegen. Das Kreditvolumen wuchs um 3 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Stricker: „Da wünschen wir uns noch mehr".

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