Mitarbeiter im Facebook-Löschzentrum in Berlin. - © dpa
Mitarbeiter im Facebook-Löschzentrum in Berlin. | © dpa

Wirtschaft Arvato stellt mehr Mitarbeiter für Facebook-Löschteam ein

Laut Facebook werden im Monat rund 15.000 Posts wegen Hassrede gelöscht. Arvato prüft für Facebook in Berlin.

Matthias Schwarzer

Berlin. Die Bertelsmann-Tochter Arvato hat ihren Vertrag mit Facebook verlängert - und stellt zusätzliche Mitarbeiter für das sogenannte "Löschzentrum" ein. Bereits seit 2015 prüft ein Team in Berlin Facebook-Posts auf Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen. Wie das Unternehmen auf seiner Website bekannt gibt, soll die Zusammenarbeit zwischen Facebook und Arvato langfristig fortgesetzt werden. Im Büro in Berlin soll die Mitarbeiterzahl von aktuell 700 auf 1000 steigen. Facebook war während der Flüchtlingskrise in die Kritik geraten, weil rassistische Hass-Postings trotz Meldung durch Nutzer nicht gelöscht worden waren. Das US-Unternehmen investierte später in diesen Bereich. Nach Angaben von Facebook werden allein in Deutschland monatlich ungefähr 15.000 Posts wegen Hassrede gelöscht. Bertelsmann selbst plant derweil, sich von Teilen seiner Tochter Arvato zu trennen. Neben den Löschzentren für Facebook betreibt das Unternehmen vor allem Callcenter. Von der Entscheidung sind weltweit 36.000 Mitarbeiter betroffen, davon 500 in Gütersloh. Von einem möglichen Verkauf ausgeschlossen ist einzig die französische Arvato-Tochter.

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