Will viel Golf spielen: Günter Scheipermeier. FOTO: GOTTWALD - © Natalie Gottwald
Will viel Golf spielen: Günter Scheipermeier. FOTO: GOTTWALD | © Natalie Gottwald

Wirtschaft Scheipermeier mit dem Golfcart verunglückt

Beiratschef von Nobilia erläutert die Gründe für seinen Rückzug bei dem Familienunternehmen in Verl

Andrea Frühauf

Verl/Gütersloh. Günter Scheipermeier zieht sich aus privaten Gründen bei dem Küchenmöbelhersteller Nobilia in Verl zurück. Der sehr erfolgreiche ehemalige Geschäftsführer will, wie berichtet, zum Jahresende seinen Vorsitz im Beirat abgeben. „Mit 69 Jahren darf man mit Anstand in Rente gehen“, sagt Scheipermeier. Die Leitung des Kontrollgremiums von Nobilia (3.020 Mitarbeiter, 1,09 Milliarden Umsatz) sei immerhin ein Fulltime-Job. Scheipermeier, der Wohnsitze in Köln und Gütersloh hat, ist erst seit vergangener Woche körperlich wieder richtig fit. Der leidenschaftliche Golfspieler, der sein Hobby künftig ausgiebig in Gütersloh ausüben will, hatte im Juli am Genfer See einen Unfall. Auf dem Golfplatz sei sein Elektro-Golfcart einen tiefen Hang heruntergestürzt, erzählt er. Sein Schienbein, das einen Baum streifte, war bis auf die Knochen blank. Im ganzen Bein saßen Holzsplitter. Drei Stunden wurde der Manager vor Ort operiert. Aber das Bein bereitete später immer wieder Probleme. So musste Scheipermeier in Gütersloh letztlich noch drei weitere Male operiert werden. Einige Ehrenämter behält der Manager noch Sein sechsjähriger Enkel habe schließlich den Ausschlag für seinen Rückzug gegeben. „Opa, du sollst mir jetzt das Golfspielen beibringen“, habe der Knirps ihm mit viel Charme gesagt. Manches Ehrenamt will der aktive 69-Jährige noch weiterhin ausüben. So arbeite er weiterhin im Finanzausschuss der Bürgerstiftung Gütersloh. Auch bleibe er Porta Möbel als Beiratsvorsitzender erhalten. Seine Amtszeit als Vizepräsident des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM), für die er erst am 27. Oktober gewählt wurde, endet nach drei Jahren. Im November gab der Manager auf der Mitgliederversammlung seinen stellvertretenden Vorsitz im Küchenmöbelverband (VdDK) ab. 2016 hatte er sich aus dem Vorstand der Verbandes der westdeutschen Verband der Möbelindustrie verabschiedet. „Es ist ein geordneter Rückzug“, konstatiert Lucas Heumann, Hauptgeschäftsführer der Verbände der Holz- und Möbelindustrie NRW.

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