Viele Ehrenämter: Günter Scheipermeier (69). FOTO: THÖRING - © Copyright: Thoering / D-33161 Hoevelhof
Viele Ehrenämter: Günter Scheipermeier (69). FOTO: THÖRING | © Copyright: Thoering / D-33161 Hoevelhof

Wirtschaft Früherer Nobilia-Chef Scheipermeier zieht sich ganz zurück

Beiratsvorsitzender Günter Scheipermeier verlässt den Küchenmöbelhersteller

Andrea Frühauf

Verl. Er gilt als Macher und erfolgreichster Manager seiner Branche. Günter Scheipermeier, der von 1999 bis 2015 Nobilia leitete, machte den ostwestfälischen Küchenmöbelhersteller zum Marktführer in Deutschland und Europa und verbuchte immer neue Rekorde – ohne Zukäufe. Nun verlässt Scheipermeier nach fast 20-jähriger Tätigkeit das Familienunternehmen zum Jahresende, wie die Nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG mitteilte. Seit 2015 führt Scheipermeier den Vorsitz im Beirat von Nobilia (Umsatz: 1,09 Milliarden Euro, 3.020 Beschäftigte). Gestern war der 69-jährige Manager, der ein leidenschaftlicher Golfspieler ist, auf Reisen und nicht erreichbar. Über die Hintergründe und einen Nachfolger konnte sich das Unternehmen noch nicht äußern. Anfang Oktober hatte Nobilia seinen ersten Zukauf getätigt und gemeinsam mit einer Investorengruppe die Billigküchen-Tochter Pino aus Coswig (Sachsen-Anhalt) des insolventen Küchenherstellers Alno erworben – und 230 Pino-Jobs gesichert. Seit 27. Oktober VDM-Vizepräsident Derzeit ist Scheipermeier, der vom Kölner Verlag M. DuMont Schauberg, wo er Geschäftsführer für den Bereich Finanzen gewesen war, nach Verl wechselte, noch ehrenamtlich im Beirat des Unternehmerverbandes für den Kreis Gütersloh. Zudem ist er Beiratsvorsitzender von Porta Möbel sowie seit 27. Oktober Vizepräsident des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Bereits seit 2010 ist Scheipermeier Beiratschef des Unternehmensberaters Kienbaum. „Dieses Amt wird er zum Jahresende abgeben", so eine Kienbaum-Sprecherin.

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