Nicht nur für die Externsteine ist OWL bundesweit bekannt. - © Karsten Mosebach
Nicht nur für die Externsteine ist OWL bundesweit bekannt. | © Karsten Mosebach

Ostwestfalen OWL etabliert sich bundesweit als Marke

Umfrage: Das Meinungsforschungsinstitut Mentefactum hat im Auftrag der OWL GmbH die Wahrnehmung der Region untersucht. Das Fazit: Sie steht für Wirtschaftskompetenz und hohe Lebensqualität.

Carolin Nieder-Entgelmeier

Bielefeld. Ostwestfalen und Lipper wissen, was sie an ihrer Heimat haben. Doch wie steht es um den Rest der Republik? Genießt Ostwestfalen-Lippe auch außerhalb der Grenzen ein hohes Ansehen? Ja, ist das Fazit, das die OWL GmbH aus einer Umfrage des Bielefelder Meinungsforschungsinstituts Mentefactum zieht. Mit 82 Prozent Bekanntheit ist Ostwestfalen-Lippe in Deutschland eine bekannte Marke. In Nord- und Ostdeutschland ist die Region bekannter, als im Süden der Republik. 502 Entscheider in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Verwaltung und weiteren Bereichen des öffentlichen Lebens haben an der bundesweiten Umfrage teilgenommen. Damit hat Mentefactum nach Befragungen in den Jahren 2002 und 2009 erneut die Wahrnehmung von OWL in Deutschland untersucht und positive Nachrichten für die Region. „OWL verfügt über die beiden wichtigsten Standorteigenschaften: Starke Wirtschaft und natürliche Freizeitmöglichkeiten", erklärt Mentefactum-Geschäftsführer Klaus-Peter Schöppner bei der Vorstellung der Umfrage in der Deutschen Bank in Bielefeld. „Rund 80 Prozent der befragten Meinungsführer assoziieren OWL mit den wichtigen harten Standortfaktoren gute Verkehrsanbindung, qualifizierte Arbeitnehmer und günstige Gewerbeflächen. Zudem verbinden fast 90 Prozent der Befragten OWL mit den wichtigen weichen Ansiedlungskriterien schöne Landschaft, sicheres und familienfreundliches Umfeld und vertretbare Lebenskosten." Für die OWL GmbH steht deshalb fest: „Es lohnt sich, weiter in die Marke zu investieren. OWL hat den Test bestanden, der Bekanntheitsgrad und das Image sind gut", sagt der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Manfred Müller. EMPFEHLUNGEN Die Region kann laut der Umfrage auf eine gute Weiterempfehlung bauen. Das gilt besonders für OWL als Bildungs- und Wissenschaftsregion. Drei Viertel der Befragten würde ihren Kindern zu einer beruflichen Tätigkeit in OWL raten. WIRTSCHAFT Mit dem Wirtschaftsstandort OWL werden insbesondere günstige Gewerbeflächen, familiengeführte Unternehmen, qualifizierte Arbeitnehmer, gute Verkehrsanbindungen sowie ein gutes Klima für Unternehmensgründungen assoziiert. Die Beurteilung des Wirtschaftsstandortes fällt deutlich positiver aus als 2009. Die Befragten sprechen der Region eine gestiegene Wirtschaftskompetenz und eine gute Forschungsinfrastruktur zu. Auch die Standortbewertung hat sich verbessert. Sowohl die Einstufung als Wirtschaftsstandort (+14 Prozent) als auch die Einstufung der Lebensqualität (+23 Prozent) konnten im Vergleich zu 2009 zulegen. Die große Mehrheit der Befragten verbindet OWL mit einem breiten Branchenmix. Den Spitzenplatz nimmt die Lebensmittelindustrie ein, gefolgt vom Maschinenbau. Die Hochschulen wurden zum ersten Mal abgefragt. Sie liegen gleichauf mit dem Maschinenbau. Den dritten Platz belegt die Möbelwirtschaft. FREIZEIT Wander- und Radfahrmöglichkeiten sind herausragend für das Image der Region. Neben landschaftlicher Vorzüge sind auch die Lebensbedingungen für Familien sowie das sichere Umfeld Pluspunkte der Region. Lebenshaltungskosten, Wohnungsmarkt, Gastronomie sowie Gärten und Parks zählen ebenfalls zu den Vorzügen. Noch wenig profiliert sind hingegen die Sehenswürdigkeiten und die Kulturszene, aber auch hier hat OWL sein Image seit der letzten Umfrage verbessert. IMAGE Naturnah, familienfreundlich und sympathisch – so wird OWL von mehr als 70 Prozent der Befragten gesehen. Allerdings gibt es beim Image auch noch Entwicklungspotenzial. Beispielsweise verbinden nicht einmal 30 Prozent der Befragten OWL mit den Eigenschaften modern, innovativ oder dynamisch. Die Ergebnisse der Umfrage sind für die OWL GmbH Ansporn für weiteres Engagement. „Es gilt, OWL als familien- und unternehmerfreundlichen Wirtschaftsstandort weiter zu profilieren und die noch vorhandenen Schwächen auszugleichen", sagt Geschäftsführer Herbert Weber. „Vor allem die innovativen und modernen Kräfte der Region müssen gefördert werden. Dafür müssen Themen besetzt und Kampagnen geführt werden." Das Spitzencluster „It’s OWL" hat laut Weber in den vergangenen Jahren entscheidend dazu beigetragen, dass die Region als Spitzentechnologiestandort wahrgenommen wird und sich zu einer starken Marke in Deutschland entwickelt hat. „Mit der Regionale 2022 bietet sich nun die einmalige Chance, die Attraktivität der Region weiter zu erhöhen." Schöppner plädiert zudem dafür, dass die Meinungsführer der Region lauter werben. „Die sogenannten Hidden Champions sollten nicht unbekannt bleiben." In der Kommunikation nach außen gebe es in der Region gewaltigen Nachholbedarf. „Wie wäre es mit einem Tatort in Bielefeld?", so das Fazit Schöppners. „Münster profitiert sehr davon."

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