Das heimische Traditionsunternehmen Sulo, an der Bünder Straße, gehört seit dem Jahr 2007 zur Umwelt-Sparte des französischen Konzerns. - © Jens Reddeker
Das heimische Traditionsunternehmen Sulo, an der Bünder Straße, gehört seit dem Jahr 2007 zur Umwelt-Sparte des französischen Konzerns. | © Jens Reddeker

Herford Sulo-Mutter will sich von Umweltsparte trennen

Ankündigung: Französischer Konzern will sich auf Automobilgeschäft konzentrieren

Jobst Lüdeking

Herford. Der französische Konzern Plastic Omnium will sich von seinem Geschäftsbereich "Umwelt" trennen. Das gab das börsennotierte Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. Betroffen davon wäre dann auch Sulo in Herford. Das heimische Traditionsunternehmen gehört seit dem Jahr 2007 zur Umwelt-Sparte des französischen Konzerns - dieser hatte den Teil-Bereich vor zehn Jahren vom Umweltunternehmen Veolia übernommen. Der Konzern erwirtschaftete im Jahr 2015, mit seinen international 26.000 Mitarbeitern an den rund 120 Standorten weltweit, einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro. Die Umweltsparte, mit ihren 1.800 Beschäftigen in zwölf Staaten, habe dazu rund 330 Millionen Euro beigetragen. Gleichzeitig preist der Konzern die Sparte an: Es gebe weltweit 8.000 Kunden, der Bereich sei profitabel. Das Unternehmen werde sich bemühen, einen Käufer zu finden, der für künftiges Wachstum des Bereichs stehe. Bereits im vergangenen Jahr war die Sulo Emballagen GmbH mit 92 Mitarbeitern und rund 40 Millionen Euro Umsatz an ein niederländisches Unternehmen verkauft worden. Der französische Konzern will sich voll auf das weltweit wachsende Geschäft als Automobilzulieferer konzentrieren, heißt es in der Mitteilung weiter. In diesem Kernbereich ist Plastic Omnium bereits seit Jahrzehnten überaus aktiv. Übernahme vor zehn Jahren von Veolia Vor zehn Jahren sahen die Pläne ganz anders aus: Man wolle den Geschäftszweig Abfalltechnik ausbauen - und Sulo dabei als "Premium-Marke" platzieren. Die in der ganzen Welt bekannten Mülltonnen aus Herforder Produktion können mit technischen Extras geliefert werden, über die Plastic-Omnium-Gefäße bisher nicht verfügen. Als Kaufpreis für den Sulo-Bereich wurden damals 142 Millionen Euro genannt.

realisiert durch evolver group