Vorstandsvorsitzender Klaus Dieter Frers hier mit den neuen Batterietypen der Voltabox. - © Marc Köppelmann
Vorstandsvorsitzender Klaus Dieter Frers hier mit den neuen Batterietypen der Voltabox. | © Marc Köppelmann

Delbrück Voltabox-Börsengang schon im Oktober

Paragon-Tochter: Bis zu 151,8 Millionen Euro Erlös werden erwartet. Löwenanteil bleibt bei Voltabox

Martin Krause

Delbrück. Der Countdown läuft: Am 13. Oktober 2017 sollen die Aktien der Voltabox AG erstmals im Prime Standard der Frankfurter Börse gehandelt werden. Voltabox ist die Batterietochter des Delbrücker Autozulieferers Paragon: Zwischen 126,5 und 151,8 Millionen Euro soll der Börsengang in die Unternehmenskassen spülen. Der von Klaus Dieter Frers geführte Vorstand der Paragon AG habe für die Aktienemission eine Preisspanne zwischen 20 und 24 Euro je Aktie festgelegt, teilte der Konzern mit. Bis zu 6,325 Millionen Aktien werden ausgegeben: Fünf Millionen neue Aktien plus 825.000 Aktien als Mehrzuteilungsoption kommen im Rahmen einer Kapitalerhöhung auf den Markt, 500.000 Aktien stammen aus den Paragon-Beständen. Dreistelliger Millionenbetrag für die Expansion Der Löwenanteil der Emissionserlöse (nämlich bis zu 139,8 Millionen Euro) soll der Voltabox AG zugute kommen: Damit „wollen wir unsere Produkte gezielt weiterentwickeln, unsere Fertigungskapazitäten ausbauen und neue Spezialmärkte erschließen", erklärte Voltabox-Vorstandschef Jürgen Pampel. Die Paragon AG, die nach dem Börsengang noch eine 60-prozentige Mehrheit an der Voltabox AG halten will, kassiert 10 bis 12 Millionen Euro, wenn alle Aktien verkauft werden. Die Zeichnungsfrist beginnt am 27. September und soll am 10. Oktober enden. Umsatz soll bis 2019 vervierfacht werden Für Voltabox wird eine stolze Bewertung angenommen. Bei einer Gesamtzahl von 15,825 Millionen Aktien ergibt sich für das Unternehmen mit derzeit 91 Mitarbeitern (davon 72 in Delbrück und 16 in Austin/USA) zum Start ein Börsenwert zwischen 316,5 und 379,8 Millionen Euro. Zum Vergleich: Paragon hat beim Aktienkurs von 89 Euro eine Marktkapitalisierung von 402,8 Millionen Euro. Das Unternehmen produziert Batteriesysteme auf Lithium-Ionen-Basis für Elektrobusse, Gabelstapler und andere Industriefahrzeuge sowie Starterbatterien für Motorräder. 2017 erwartet Voltabox gut 25 Millionen Euro Umsatz. 2019 soll der Umsatz mit dann rund 100 Millionen Euro bereits vier Mal so hoch sein.

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