Wirtschaft Warsteiner holt sich Hilfe zur Kostensenkung

Brauerei-Gruppe will jeden Stein umdrehen - auch in Herford und Paderborn

Stefan Schelp

Warstein/Herford/Paderborn. Die Warsteiner Brauerei stemmt sich mit einem Kostenoptimierungsprogramm gegen schwindende Absatzzahlen. Teams der Unternehmensberatung Roland Berger rücken an. „Wir werden jeden Stein umdrehen", sagt Warsteiner-Sprecherin Sinje Vogelsang. Das Programm sei „ergebnisoffen", man wolle keine Panikmache. Einbezogen seien alle Bereiche und Standorte – auch Hiddenhausen mit der Marke Herforder Pils und die Paderborner Brauerei. Weltweit hat Warsteiner 1.500 Mitarbeiter, in Warstein 800. Darüber, wie viele Angestellte in Herford und Paderborn arbeiten, schweigt der Konzern. Beim Programm würden „deutliche Veränderungen" herauskommen, von „Optimierung und „Verschlankung", sagt Finanzchef Carsten Rockholtz der Westfalenpost in Warstein. Rockholtz ist im April vom Portaner Entsorger Tönsmeier zu Warsteiner gewechselt. Im Oktober verstärkt Eigentümerin Catharina Cramer die Geschäftsführung mit Alessandra Cama. Sie übernimmt den neuen Bereich „Strategie und Unternehmensentwicklung" und soll mit ihren Ex-Kollegen von Roland Berger zusammenarbeiten. Auch an anderer Stelle investiert Warsteiner: Die gelben Bierkästen sollen bis Jahresende für eine zweistellige Millionensumme dem Corporate Desgin entsprechend durch schwarz-goldene ersetzt werden.

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