Union Knopf hat ein Schutzschirmverfahren beantragt. - © Andreas Frücht
Union Knopf hat ein Schutzschirmverfahren beantragt. | © Andreas Frücht

Bielefeld Bielefelder Unternehmen Union Knopf rettet sich unter Schutzschirm

123 Mitarbeiter sind betroffen. Die Löhne sind bis Ende April gesichert

Bielefeld. Das Bielefelder Traditionsunternehmen Union Knopf GmbH ist in Schwierigkeiten. Geschäftsführer Martin Dolleschel hat beim Amtsgericht Bielefeld ein Schutzschirmverfahren beantragt. Das hat er in einer knappen Mitteilung erklärt. Für Nachfragen war er nicht erreichbar. Laut Dolleschel läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter, betroffen sind 123 Mitarbeiter. Ihre Löhne zahlt bis Ende April die Arbeitsagentur. Union Knopf verfüge „über ausreichende Liquidität, um alle fälligen Verpflichtungen zu erfüllen", erklärt Geschäftsführer Martin Dolleschel. Ziel sei es, das Schutzschirmverfahren zu nutzen, um den Geschäftsbetrieb „zu stabilisieren und gleichzeitig geeignete Sanierungsmaßnahmen umzusetzen". Die übrigen Gesellschaften der Union-Knopf-Gruppe seien von den Verfahren nicht betroffen. Das Schutzschirmverfahren ist ein noch relativ neuer Prozess. Diesen Weg können Unternehmen dann beantragen, wenn sie noch zahlungsfähig sind. In diesem Verfahren bleibt die Geschäftsführung an Bord und behält die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über das Unternehmen. Beim Versuch, das Unternehmen zu sanieren, kann die Geschäftsführung die Mittel der Insolvenzordnung nutzen.

realisiert durch evolver group