Das Containerschiff "Cap San Raphael" der Reederei "Hamburg Süd" hat in Hamburg im Stadtteil Waltershof an den Containerterminals festgemacht. - © dpa
Das Containerschiff "Cap San Raphael" der Reederei "Hamburg Süd" hat in Hamburg im Stadtteil Waltershof an den Containerterminals festgemacht. | © dpa

Wirtschaft Hamburg Süd: Oetker hat den Schiffbruch mehrfach überstanden

Der Einstieg in das Reedereigeschäft war ein entscheidender Schritt für die Expansion des Oetker-Konzerns. Heute ist das Bielefelder Unternehmen mit dem globalen Branchendruck überfordert. Am Standort Hamburg herrscht Skepsis

Bielefeld. Seine Reedereien waren dem 2007 verstorbenen Firmenpatriarchen Rudolf-August Oetker besonders ans Herz gewachsen. Bereits 1936 hatte sein Stiefvater Richard Kaselowsky, der das Familienunternehmen in den Kriegswirren nach dem Tod von Oetkers Vater leitete, für Dr. August Oetker einen Anteil von 25 Prozent an Hamburg Süd erworben. Die Reederei, die drei Jahre später über 52 Schiffe verfügte, erlitt früh Schiffbruch. In Folge des Zweiten Weltkriegs musste sie 1945 schon den zweiten Totalverlust der gesamten Flotte hinnehmen. Die Schiffe gingen verloren oder mussten als Reparationsleistung abgeliefert werden. Doch Oetker, der nach der Währungsreform 1948 das Geschäft ausweitete und dabei „nicht alle Eier in einen Korb legte" (sein geflügeltes Wort), um Risiken zu verteilen, brachte die Reederei wieder auf Kurs...

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