Kalenderspam: In Apples iCloud lassen sich unerwünschte Einträge nur mit einem Trick löschen. - © dpa
Kalenderspam: In Apples iCloud lassen sich unerwünschte Einträge nur mit einem Trick löschen. | © dpa

Digital So werden Sie Spam in Apples iCloud-Kalender los

Spammer haben eine neue Lücke im Betriebssystem entdeckt

Dirk-Ulrich Brüggemann

Bielefeld. Ungeliebte Werbebotschaften finden jetzt immer mehr Handybenutzer in ihren elektronischen Kalendern. Wenn diese über sogenannte iCloud-Dienste mit dem Tablettcomputer oder dem Laptop synchronisiert werden, nutzen die Versender unerwünschter Werbemeldungen eine Lücke. Der Handyhersteller Apple bietet in seinem Betriebssystem noch keine Möglichkeit, unerwünschte Werbeeinträge zu löschen. Zum Löschen muss der Anwender den Eintrag öffnen, damit signalisiert er dem Absender, dass der Werbeeintrag gelesen wurde, die E-Mail-Adresse echt ist und benutzt wird. Mehr unerwünschte Spam-Einträge füllen dann den digitalen Kalender. Eine im Betriebssystem iOS oder Mac OS integrierte Option, den Spam ohne Rückmeldung zu löschen, gibt es derzeit nicht. Nutzer sollten keine der drei in der Kalender-App (und der Benachrichtigung) angebotenen Reaktionsmöglichkeiten "Annehmen”, "Vielleicht” oder "Ablehnen” wählen. Der Heise-Verlag empfiehlt, einen neuen zusätzlichen Kalender anzulegen, den angebotenen Termin mit Werbebotschaft dorthin zu verschieben und diesen Kalender dann komplett zu löschen. So erhält der Werbe-Absender keine Rückmeldung. Die Spamflut landet aber nicht nur im Kalender. Auch die iCloud-Fotofreigabe und iCloud-Erinnerungen sind von dem Problem mit der ungeliebten Werbung betroffen. Wer die Fotofreigabe oder die Erinnerungen nicht deaktivieren möchte, hat derzeit dort kaum Möglichkeiten, die Werbebotschaften einzudämmen. Ob Apple in einem der nächsten Updates der Betriebssysteme diese leidige Problematik in Griff bekommt, ist unklar. Zwar können Nutzer die Verfasser unerwünschter Benachrichtigungen an abuse@icloud.com melden, was aber wahrscheinlich wenig hilft.

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