Weist Kritik zurück: Arbeitgebervertreter Michael Andritzky. - © dpa
Weist Kritik zurück: Arbeitgebervertreter Michael Andritzky. | © dpa

Wirtschaft Fleischbranche bestreitet Mindestlohnverstöße

Vor der NGG-Konferenz: Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Ernährungswirtschaft weist Vorwürfe der Gewerkschaft zurück und sieht auch bei Werkverträgen Verbesserungen

Bielefeld. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zieht am Mittwoch bei einer internationalen Fleisch-Konferenz in Rheda-Wiedenbrück Bilanz: Zwei Jahre nach Einführung des Mindestlohns für die Fleischindustrie gebe es in einem „System von Sub- und Sub-Subunternehmen" noch immer Sozialdumping in der Fleischbranche, kritisiert die NGG im Vorfeld. Michael Andritzky, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Ernährungswirtschaft (VdEW), in dem große Fleischunternehmen organisiert sind, weist solche Kritik zurück. Es gebe Belege, „dass dies falsch ist", betont der Arbeitgebervertreter gegenüber dieser Zeitung. Bei einer Großkontrolle des Zolls, der Ende 2015 Betriebe mit mindestens 15.000 Beschäftigten überprüft habe, „wurden keine Mindestlohnverstöße festgestellt". In 19 von 20 Fällen hätten sich die Vorwürfe nicht bestätigt...

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