Verlässt den Vorstand: Dietrich Eickhoff. - © Dürkopp Adler
Verlässt den Vorstand: Dietrich Eickhoff. | © Dürkopp Adler

Wirtschaft Der Dürkopp-Adler-Chef wechselt in den Aufsichtsrat

Erfolgreiches Jahr: Der Bielefelder Hersteller von Industrie-Nähmaschinen steigert sich kräftig

Stefan Schelp

Bielefeld. Die Dürkopp Adler AG, Bielefelder Hersteller von Industrie-Nähmaschinen, wechselt ihren Chef aus. Dietrich Eickhoff, seit 2012 Vorstandsvorsitzender des Konzerns, rückt in den Aufsichtsrat. Sein Nachfolger als Vorstandschef wird zum 1. April Michael Kilian, bisher Leiter der Bereiche Qualität, Entwicklung, Steuerungstechnik. Grund für den Wechsel ist Eickhoffs Doppelbelastung. Zusätzlich zu seinen Aufgaben als Vorstandsvorsitzender bei Dürkopp Adler ist er auch als Geschäftsführer der ShangGong Holding aktiv. Der chinesische Konzern hält 94,01 Prozent an der Dürkopp Adler AG, außerdem 100 Prozent an der Pfaff Industriesysteme und Maschinen GmbH sowie seit Januar 26 Prozent an der H. Stoll AG und Co. KG in Reutlingen. „Es zeichnet sich ab, dass die Aufgaben der ShangGong immer mehr Raum einnehmen“, bestätigt Unternehmenssprecher Thomas Vogel. Zumal das ShangGong-Wachstum nicht abgeschlossen ist. „Der Konzern will durch weitere Akquisen expandieren.“ Kilian sei ein qualifizierter Nachfolger für Eickhoff, er greife auf jahrzehntelange Erfahrung bei Dürkopp Adler zurück. Eickhoff verabschiedet sich mit einem weiteren Rekordjahr. 2015 sei das erfolgreichste Jahr der jüngeren Unternehmensgeschichte, sagt Vogel. Das hatte auch in den Vorjahren jeweils im Geschäftsbericht gestanden. Umsatz, Ergebnis, Eigenkapitalquote und Liquidität hätten sich erneut verbessert. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 29. Juni daher eine Dividende von 50 Cent je Stückaktie vor. Das entspräche einer Ausschüttung von 4,1 Millionen Euro. 2015 hat Dürkopp Adler den Umsatz von 118,9 Millionen auf 141,9 Millionen Euro gesteigert. Das Konzernergebnis vor Steuern stieg von 24,4 Millionen Euro auf 28,7 Millionen Euro. „Der Trend ist ungebrochen“, sagt Vogel. Seit den schweren Jahren in der Finanzkrise entwickle man sich „kontinuierlich nach oben“.

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