So schön ist OWL: Und damit mehr Menschen kommen und sich die Region anschauen, gibt es jetzt eine neue PR-Offensive. - © Teutoburger Wald Tourismus
So schön ist OWL: Und damit mehr Menschen kommen und sich die Region anschauen, gibt es jetzt eine neue PR-Offensive. | © Teutoburger Wald Tourismus

Bielefeld Neues Marketing für OWLs Tourismus

Die Region Teutoburger Wald zählt 2015 rund 6,6 Millionen Übernachtungen - genauso viel wie im Vorjahr. Eine Qualitätsoffensive soll neue Dynamik bringen

Matthias Bungeroth

Bielefeld. Die Tourismusregion Teutoburger Wald hat ein Jahr der Stagnation hinter sich. 2015 wurden zwischen Wiehengebirge und Egge rund 1,95 Millionen Gästeankünfte gezählt, ein Minus von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Gästeübernachtungen stieg leicht um 0,2 Prozent auf gut 6,6 Millionen. Diese Zahlen nennt der landeseigene Statistikbetrieb IT NRW. "Wir sind immer noch die Nummer zwei unter den Tourismusregionen in NRW und damit ein touristisches Schwergewicht", sagt Markus Backes, Fachbereichsleiter Tourismus in der OWL GmbH, auf Anfrage dieser Zeitung. Mit 7,2 Millionen Gästeübernachtungen ist die Region Köln und Rhein-Sieg-Kreis die Nummer eins in NRW. Diesen Spitzenplatz hatte lange Jahre der Teutoburger Wald inne. "Wir wollen definitiv den Spitzenplatz zurückholen", betont Backes. Immerhin setzt die Tourismusbranche der Region knapp 2,6 Milliarden Euro pro Jahr um und sichert so rund 50.000 Arbeitsplätze, zeigen die Zahlen der OWL GmbH. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, hält Backes folgende Strategien für wichtig: "Wir müssen weiter an der Qualität arbeiten und die Region intensiv bewerben." Dies gehe nur gemeinsam mit Beteiligung aller Kreise und Kommunen. Landesweit gab es im NRW-Tourismus im Vorjahr 21,7 Millionen Gästeankünfte (plus 2,3 Prozent) und 48,68 Millionen Gästeübernachtungen (plus 1,6). Einzelne Tourismusregionen wie das Münsterland warten mit Steigerungsraten von 4,4 und 5,6 Prozent auf, wenn auch auf niedrigerem Absolut-Niveau. "Die Marktbereinigung setzt sich fort", kommentiert Backes die Zahlen für die Region Teutoburger Wald bei genauerer Analyse. Denn im Jahresvergleich habe sich in der Region die Zahl der geöffneten Betriebe ab zehn Betten von 776 auf 742 verringert. Dies bedeute auch eine höhere effektive Auslastung von 43,9 auf jetzt 45 Prozent. Gleichwohl sieht der Touristiker und Marketingexperte die Notwendigkeit, die heimische Tourismusregion in seinen Quellmärkten intensiver zu vermarkten. Dazu gehöre auch die Ansprache ausländischer Besucher. Die Niederländer sind als Gäste in der Region mit 53.205 Gästeankünften und 155.898 Übernachtungen unter den ausländischen Besuchern am stärksten vertreten. Briten sind mit gut 37.000 Übernachtungen die zweitstärkste, Franzosen mit knapp 20.000 Übernachtungen die drittstärkste Gruppe in dieser Statistik. Die Themen Wandern, Gesundheit und Kulturlandschaft sollten bei Kampagnen laut Backes ebenso im Zentrum stehen wie die Barrierefreiheit - "ein absolut wachsender Markt."

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