Paderborn Lohnkürzungen bei Automatenhersteller Wincor Nixdorf

Mehr als 2.000 Beschäftigte von Einbußen betroffen

Andrea Frühauf

Paderborn. Die Belegschaft der Wincor Nixdorf AG in Paderborn muss sich seit Jahresanfang mit weniger Lohn begnügen. Betroffen sind 2.000 Mitarbeiter am Stammsitz sowie weitere Hunderte Mitarbeiter an anderen deutschen Standorten. Zudem wurden rund 200 Leiharbeitern in Paderborn Branchenzuschläge gekürzt. „Damit wollen wir die Arbeitsplätze wettbewerbsfähiger machen", sagte Unternehmenssprecher Andreas Bruck. Unternehmensleitung, Gewerkschaft und Betriebsrat seien diesen Schritt gemeinsam gegangen, um Arbeitsplätze zu sichern. „Durch die ergänzenden Tarifverträge sollen im internationalen Wettbewerb die Hardware-Produktion und die Administration des Geldautomatenherstellers in Paderborn gesichert werden", sagte Carmelo Zanghi, erster Bevollmächtigter der IG-Metall Paderborn. Damit werde es bis Ende 2018 keinen zusätzlichen Stellenabbau über die bereits laufende Restrukturierung („Delta") geben. Mit „Delta" werden bis Ende September 2018 allein in Paderborn 500 Mitarbeiter entlassen oder ausgegliedert. Die Lohneinbußen bewegen sich bei der Produktionsgesellschaft, der Wincor Nixdorf Manufacturing Wincor (rund 700 Beschäftigte), nun je nach Einkommen zwischen 10 bis 17 Prozent. Bei der Wincor Nixdorf International GmbH, für die jetzt der Flächentarif IT-Dienstleistungen gilt, wurde die Arbeitszeit von 35 auf 37,5 Wochenstunden erhöht. In den höchsten Tarifgruppen wurden Gehälter um rund 8 Prozent gekappt. Die Anpassung an die neuen Regelungen soll stufenweise erfolgen.

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