Markante Fabrik: Die Hornitex-Werke galten am Stammsitz Horn-Bad Meinberg als der größte Arbeitgeber. - © LZ
Markante Fabrik: Die Hornitex-Werke galten am Stammsitz Horn-Bad Meinberg als der größte Arbeitgeber. | © LZ

Horn-Bad Meinberg Hornitex-Pleite verbrannte 145 Millionen Euro

Das Insolvenzverfahren geht nach 15 Jahren in die Endphase. Einige Gläubiger werden noch gesucht

Horn-Bad Meinberg. Als der Hildesheimer Rechtsanwalt Werner Schreiber am 29. Juni 2001 als vorläufiger Insolvenzverwalter in die lippischen Hornitex-Werke einzog, nahm eine der größten Pleiten der Region ihren Lauf. 2.700 Mitarbeiter gerieten in wirtschaftliche Ungewissheit, allein am Stammsitz Horn-Bad Meinberg sollten in den folgenden Jahren rund 1.400 Arbeitsplätze verloren gehen. Von den Hornitex-Werken, die damals zu den fünf größten europäischen Holzwerkstoffherstellern gehörten, ist in Lippe nur noch ein kümmerlicher Rest operativ tätig. Doch auch für viele Zulieferer war der Zusammenbruch des Möbelzulieferers ein Desaster. Insolvenzverwalter Werner Schreiber ist heute 75. Nach fast 15 Jahren ist er noch immer nicht ganz mit den Aufräumarbeiten fertig. Aber ein Ende ist absehbar...

realisiert durch evolver group