Niedergeschlagen - © Foto: Ina Fassbender
Der Dortmunder Ömer Toprak lässt nach dem 0:2 auf Schalke den Kopf hängen. | © Foto: Ina Fassbender

Niederlage im Revierderby Primäres Saisonziel in Gefahr: BVB zurück im Krisenmodus

Gelsenkirchen - Wenig Leidenschaft, kaum Chancen, kein Tor - der schwache Auftritt beim 0:2 (0:0) im Revierderby gegen FC Schalke 04 vergrößerte die Dortmunder Sorgen.

«Eigentlich wollten wir uns oben festsetzen. Aber jetzt wissen wir, dass es schwierig wird», kommentierte Abwehrspieler Ömer Toprak mit Blick auf die knifflige Ausgangslage im Kampf um die Champions-League-Plätze.

Die von der Clubführung als ultimatives Saisonziel ausgerufene Rückkehr in die europäische Königsklasse gerät mehr und mehr in Gefahr. Statt auf den zweiten Platz zu klettern, rutschte der BVB nach der verdienten Schlappe beim ungeliebten Nachbarn auf Rang vier ab. Neuer Dritter ist das zuletzt starke Team aus Leverkusen, das am kommenden Samstag in Dortmund gastiert. «Da müssen wir anders auftreten», forderte Nationalspieler Marco Reus aus Sorge vor einem weiteren Rückschlag.

Nicht nur das anspruchsvolle weitere Restprogramm mit Partien in Bremen und Hoffenheim und einem Heimspiel gegen Mainz, sondern auch der derzeitige Zustand der Mannschaft verheißt wenig Gutes. Selbst in einem Derby gegen den Erzrivalen mangelte es nicht nur an spielerischer Klasse, sondern auch an Engagement. «Das ist das wichtigste Spiel des Jahres. Bitter, es so zu verlieren», klagte Kapitän Marcel Schmelzer. «Wenn man das insgesamt betrachtet, haben die Schalker die entscheidenden Situationen besser gelöst. Dann geht man in so einem Spiel als Verlierer vom Platz», befand Trainer Peter Stöger.

Die Verletzung von Michy Batshuayi könnte den Kampf der Borussia um die lukrative Champions League zusätzlich erschweren. Der Torjäger zog sich in der Nachspielzeit bei einem Zweikampf mit dem Schalker Benjamin Stambouli eine Blessur am linken Bein zu und wurde noch am Abend ins Krankenhaus gebracht. Wie lange der Belgier ausfällt, soll eine genaue Diagnose am Montag ergeben.

Die Chancen von Trainer Stöger auf eine Verlängerung seines nur bis Sommer datierten Vertrages dürfte sich mit der Niederlage in Gelsenkirchen nicht erhöht haben. Dabei hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc noch vor der Partie eine weitere Zusammenarbeit mit dem Österreicher in einem Interview in der «Bild am Sonntag» nicht ausgeschlossen: «Wir haben immer gesagt, dass auch eine längere Zusammenarbeit mit Peter möglich ist. Wir sind ihm extrem dankbar.»

Links zum Thema
Aussagen von Trainer Stöger auf BVB-Homepage
Aussagen von Marco Reus auf BVB-Homepage
Fakten zum Spiel auf Bundesliga.de

Copyright © Neue Westfälische 2018
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2018
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group