Olympiasiegerin - © Foto: Michael Kappeler
Laura Dahlmeier sprintete zur Goldmedaille. | © Foto: Michael Kappeler

Biathlon-Star Dahlmeier krönt sich zur Olympiasiegerin im Sprint

Pyeongchang - Biathletin Laura Dahlmeier hat mit einer eindrucksvollen Vorstellung bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die erste Goldmedaille für Deutschland gewonnen.

Die 24-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen setzte sich im Sprint über 7,5 Kilometer souverän durch und sicherte sich den ersten Olympiasieg ihrer Karriere. Ohne Schießfehler landete sie mit 24,4 Sekunden Vorsprung vor der Norwegerin Marte Olsbu (1 Fehler). Bronze in Südkorea ging an die Tschechin Veronika Vitkova (1).

Dahlmeier ist erst die zweite deutsche Sprint-Olympiasiegerin. Zuletzt hatte Kati Wilhelm 2002 in Salt Lake City Gold geholt. Einzel-Gold bei Olympischen Spielen schafften zuvor nur Antje Misersky (1992/Einzel), Andrea Henkel (2002/Einzel), Kati Wilhelm (2006/Verfolgung) und Magdalena Neuner (2010/Verfolgung und Massenstart).

Das Highlight des Winters begann für die Gesamtweltcupsiegerin perfekt. Am Schießstand agierte sie clever und reagierte bei eisigen Temperaturen von sieben Grad unter Null überlegt auf die ständig wechselnden Winde. Überfliegerin Dahlmeier war im Vorfeld als große Gold-Favoritin gehandelt worden, in ihrem insgesamt vierten Olympia-Einzelrennen zeigte sie ihre mit Abstand stärkste Leistung. Vor vier Jahren in Sotschi hatte Dahlmeier bei ihrem Debüt bei Winterspielen nichts mit den Medaillenrängen zu tun und belegte nur die Plätze 46 (Sprint), 30 (Verfolgung) und 13 (Einzel).

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Dahlmeiers Saison war zuvor ein Auf und Ab. Von zwei Erkältungen geschwächt konnte die Bayerin in den vergangenen Monaten keine konstant guten Leistungen abrufen und musste krankheitsbedingt sogar Rennen auslassen. Zwar feierte sie schon zwei Saisonsiege, lieferte mit Rang 48 im Einzel von Ruhpolding im Januar aber auch das bislang schwächste Resultat ihrer Karriere ab.

Deutschlands Sportlerin des Jahres verschaffte sich mit ihrem Sieg eine perfekte Ausgangsposition für die Verfolgung am Montag und nährte die Hoffnungen auf einen erneuten Goldrausch wie bei ihrem WM-Fünffach-Triumph im Vorjahr in Hochfilzen. Bei der WM hatte die Bayerin in sechs Rennen fünfmal Gold und einmal Silber geholt. In Pyeongchang hat sie weitere fünf Medaillenchancen.

Zweitbeste Deutsche wurde Vanessa Hinz (1 Fehler) auf dem fünften Platz. Der dreimaligen Staffel-Weltmeisterin aus Bayern fehlten nur knapp 15 Sekunden zu Bronze. Sie setzte im zweiten Schießen einen Schuss daneben. Franziska Hildebrand (1) schaffte es auf Platz zwölf, die ehemalige Langläuferin Denise Herrmann (2) musste sich bei ihrem Olympia-Debüt bei den Skijägerinnen mit Platz 21 begnügen.

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