Internationale Gerichte bei urigem Charme: Nadine Kampwerth, Restaurantmanagerin der Klosterpforte, im hauseigenen Restaurant Klosterstübchen. - © Tobias Schreiner
Internationale Gerichte bei urigem Charme: Nadine Kampwerth, Restaurantmanagerin der Klosterpforte, im hauseigenen Restaurant Klosterstübchen. | © Tobias Schreiner

Westfälisch Genießen Hotel Klosterpforte in Marienfeld tischt für Profikicker auf

Kulinarische Besonderheit ist das selbst gebraute Bier

Peter von Kageneck

Harsewinkel. "In aller Ruhe genießen" - so steht's an einem der zahlreichen Gasthäuser angeschlagen. Die Hotel-Residence "Klosterpforte" im beschaulichen Harsewinkel-Marienfeld bietet aber nicht nur Abgeschiedenheit. Im Restaurant "Klosterstübchen" tischt das Vier-Sterne-Haus gehobene Küche auf, im Klosterkeller setzt das Hotel auf westfälische Kost. Das lassen sich nicht nur die Gäste aus Marienfeld, Harsewinkel oder Gütersloh schmecken. Seit der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland ist die Klosterpforte vor allem bekannt für ihre immer wiederkehrenden prominenten Gäste. Damals residierte und speiste die portugiesische Nationalmannschaft in der westfälischen Provinz. Aktuell ist erneut der FC Porto zu Gast, portugiesischer Fußball-Rekordmeister. Zudem hat die türkische Erstliga-Mannschaft Bursaspor ihre Zelte hier aufgeschlagen - im wahrsten Sinne des Wortes. Zwei Mannschaften gleichzeitig, das sei schon ein "bisschen tricky", sagt Restaurantmanagerin Nadine Kampwerth. Für die Süper-Lig-Fußballer musste daher gar ein eigener Fitnessbereich in einem Zelt eingerichtet werden.Der Geist der Klosterpforte Die Beschaulichkeit zwischen Harsewinkel und Gütersloh jedoch scheint den Kickern gutzutun. Nicht nur gegen Ende der letzten Saison sprachen Zeitungen und Fernsehsender vom "Geist der Klosterpforte", als sich Schalke 04 und Hannover 96 - erfolgreich, wie sich zeigte - auf den Saisonendspurt vorbereiteten. Und FC Porto, so sagt es Max Wichelmann, Verkaufsleiter der Klosterpforte, "ist immer Meister geworden, nachdem sie hier waren". Auf zwei permanent gepflegten Naturrasenplätzen auf dem Hotelgelände trainieren die Profis während ihres Aufenthalts. Sogar einen eigenen Greenkeeper hat die Klosterpforte. Seit 60 Jahren betreibt die Familie Frie das Hotel, mittlerweile in dritter Generation. "Mit dem Haupthaus hat alles angefangen", erklärt Nadine Kampwerth. "Seitdem ist es ständig gewachsen." Im Haupthaus, dort ist auch das Restaurant "Klosterstübchen" zu finden. Die ganztägig geöffnete Küche sei "international angehaucht", erklärt Kampwerth. Als "eher westfälisch" bezeichnet sie den Klosterkeller, das zweite öffentliche Restaurant. Auch wenn das Sternerestaurant "Rincklake's" als solches mittlerweile geschlossen ist: Die Bewohner der 153 Zimmer erwarten hochklassige Bewirtung. Wer lieber selbst kocht, für den bietet sich die Kloster-Kochschule an. In den Mauern der Alten Abtei können Freunde oder auch Firmen von Profis lernen.Selbst gebrautes Bier Der 180.000 Quadratmeter große Komplex mit umliegenden Grünflächen lädt zum Spaziergang ein. Die Räume wiederum bieten Platz für Geburtstage, Jubiläen, Hochzeiten. "Wir haben jeden Tag mindestens drei private Veranstaltungen", sagt Nadine Kampwerth. "Das verläuft sich über die Fläche." Carina Frie und ihr Lebensgefährte Christopher Schemmink, die das Hotel seit vergangenem Jahr leiten, haben insgesamt über 90 fest angestellte Mitarbeiter. Acht davon arbeiten im Service der Restaurants. Eine kulinarische Besonderheit der Klosterpforte ist das Bier. Neben einer gewöhnlichen Marke steht das Marienfelder Klosterbräu auf der Karte. Das wird eigens im Kloster gebraut. Alle Teile der Serie "Westfälisch Genießen" finden Sie in unserer interaktiven Karte  vereint:

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