Wichtig für Frauen: Das Mammographie-Screening. - © picture alliance / Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa
Wichtig für Frauen: Das Mammographie-Screening. | © picture alliance / Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Bielefeld Krankheiten: Früherkennung kann Leben retten

Vorsorge: Die Krankenkassen bezahlen etliche Untersuchungen – ein Überblick

Bielefeld. Viele Krankheiten lassen sich heute gut behandeln. Am besten aber, wenn sie früh erkannt werden. Deshalb setzen Krankenkassen, Ärzte und Politik verstärkt auf Vorsorgeuntersuchungen. Bei der Vielzahl der empfohlenen Früherkennungsmaßnahmen verliert man allerdings leicht den Überblick. Wir nennen die wichtigsten:

FRAUEN

Spezifisch für Frauen ab 20 Jahren ist eine jährliche Genitaluntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs angeraten. Außerdem sollte die Brust ab dem 30. Lebensjahr jährlich einmal untersucht werden. Das Mammographie-Screening (alle zwei Jahre) bezahlen die Kassen bei Frauen ab 50 Jahren bis zum Ende des 70. Lebensjahres.

MÄNNER

An Männer richtet sich das Angebot der Prostatauntersuchung, der Genitaluntersuchung (jährlich) und der Tastuntersuchung der Lymphknoten ab dem Alter von 45 Jahren.

HAUT

Hier erlauben die Krankenkassen das Hautkrebs-Screening alle zwei Jahre ab dem Alter von 35 Jahren.

DARM

Jährliche Tests auf verborgenes Blut im Stuhl sind bis zum 54. Lebensjahr vorgesehen. Ab 55 stehen Patienten zwei Darmspiegelungen im Abstand von 10 Jahren zu. Alternativ nach der ersten Darmspiegelung auch alle zwei Jahre der Test auf Blut im Stuhl.

GESUNDHEITS-CHECK-UP

Der allgemeine Check-up alle zwei Jahre bei Frauen und Männern wird ab dem Alter von 35 Jahren übernommen. Dazu gehören eine Ganzkörperuntersuchung mit Blutdruckmessung, Blutproben zur Ermittlung der Blutzucker- und Cholesterinwerte, eine Urinuntersuchung und ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt.

ZÄHNE

Zahnvorsorge-Untersuchungen sind ab dem Alter von 18 Jahren einmal je Halbjahr vorgesehen.

U-UNTERSUCHUNGEN

Für Mädchen und Jungen von der Geburt bis zum Alter von sechs Jahren sind zehn Untersuchungen etabliert. Sie beginne mit der U1 und setzen sich fort bis zur U9 (zwischen 60. und 64. Lebensmonat). Neu ist die U7a (34. bis 36. Monat).

Information

Automatische Messung erhöht Sicherheit für Diabetiker

Rund 6 Millionen Bundesbürger kontrollieren mehrmals täglich ihren Blutzuckerwert. Dazu müssen sie sich in die Fingerkuppe stechen, damit ein Teststreifen am Messgerät einen Tropfen Blut aufnehmen kann. Die Kontrolle ist wichtig, denn schlechte Blutzuckerwerte haben langfristig fatale Folgen. Künftig ist die Kontrolle einfacher: das neue rtCGM-System mit kontinuierlicher Messung in Echtzeit erfasst auch kurzzeitige Schwankungen. Hierbei übermittelt ein Sensor unter der Haut den Gewebezucker an einen Empfänger, beispielsweise ein Smartphone.
Diethelm Tschöpe, Direktor der Klinik für Diabetologie im Herz- und Diabeteszentrum NRW dazu: „Das ist vor allem für Patienten, die ihre Unterzuckerung nicht merken oder oft schwankende Blutzuckerwerte haben, ein großer Vorteil. Bei ihnen kommt es trotz Diabetestherapie zu Notsituationen." Seit 2016 werden die Kosten für Real-Time-CGMSysteme von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.


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