Mit einem Schraubenzieher kann ein Fenster aufgehebelt werden (Symbolbild). - © picture alliance / dpa
Mit einem Schraubenzieher kann ein Fenster aufgehebelt werden (Symbolbild). | © picture alliance / dpa

Wohnungseinbruch Tipps der Kriminalpolizei für ein sicheres Zuhause

Wer beim Verlassen des Hauses vorsorgt, macht es Einbrechern schwerer

Bielefeld. Mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit startet auch wieder die Saison für Einbrecher. Aufgebrochene Fenster, durchwühlte Schränke und der Verlust von Wertsachen sind für die Einbruchsopfer belastend. Ein Einbruch in die eigenen vier Wände ist ein schwerwiegender Eingriff in die Privatsphäre und hinterlässt auch seelische Schäden. Das Risiko lässt sich aber bereits mit einfachen Mitteln und Verhaltensregeln deutlich minimieren.

Das sind die Tipps der Kriminalpolizei:

  •  Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck.
  •  Seien Sie aufmerksam bei unbekannten Personen und ungewöhnlichen Geräuschen in Ihrer unmittelbaren Umgebung.
  •  Schließen Sie Ihre Haustür immer ab. Zuziehen ist nicht abgeschlossen.
  •  Gekippte Fenster sind offene Fenster.
  •  Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit, auch nicht in den sozialen Netzwerken.
  •  Halten Sie in Mehrfamilienhäusern den Hauseingang geschlossen.
  •  Verschließen Sie in Mehrfamilienhäusern Keller- und Bodentüren.
  •  Licht wirkt auf Einbrecher abschreckend. Dabei kann der Einsatz von Bewegungsmeldern sinnvoll sein.
  •  Informieren Sie über verdächtige Beobachtungen immer zuerst die Polizei.
  •  Notieren Sie Kennzeichen und Beschreibungen verdächtiger Autos und Personen.
  •  Sprechen Sie Fremde im Haus oder auf dem Nachbargrundstück an, beziehungsweise machen Sie sich bemerkbar, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
  •  Alarmieren Sie bei Gefahr (Hilferufe, ausgelöste Alarmanlage) sofort die Polizei über Notruf 110.
  •  Bei längerer Abwesenheit sollte die Wohnung betreut werden.
  •  Wichtig ist es, einen bewohnten Eindruck zu erwecken.

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Etwa 80 Prozent der Einbrüche erfolgten durch gewaltsames Öffnen ebenerdiger Fenster oder Kellerfenster. Ein handwerklich ungeübter Täter benötigt nur circa 15 bis 20 Sekunden, um mit einem normalen Schraubendreher ein Standardfenster aufzuhebeln. Hierbei entsteht weder Lärm, noch ein größerer Schaden am Fenster. Dauert der Einbruchversuch länger als drei Minuten, lassen die Einbrecher in der Regel von ihrem Vorhaben ab.

Deshalb ist es wichtig, das Haus wirkungsvoll zu schützen und somit unattraktiv für Einbrecher zu machen. Dieser Schutz muss nicht teuer sein. Mit einfachen Mitteln schützen Sie Ihr Haus so, dass ein Einbrecher wesentlich länger benötigt und aus diesem Grund den Versuch abbricht oder es erst gar nicht versucht.

Information

Im Einbruchsfall hilft die "Stehlgutliste"

Die Hausratversicherung ersetzt in der Regel den Wiederbeschaffungspreis für gestohlenes oder irreparables Inventar. Dazu zählen auch die Reparaturkosten für beschädigte Möbel, Fenster oder Türen. Zunächst müssen Geschädigte den Schaden unverzüglich der Polizei und der Versicherung melden. Um im Einbruchsfall für die Versicherung und Polizei gut vorbereitet zu sein, hilft es, Kaufbelege, Quittungen, Urkunden und Expertisen aufzubewahren. Wenn gar keine Belege vorhanden sind, sollten Betroffene eine gute Beschreibung der Gegenstände erstellen. Außerdem helfen den Ermittlern Fotos- und Videoaufnahmen. Und noch ein Tipp der Polizei: Am besten hinterlegt man die Liste mit den Wertsachen an einem anderen Ort, wie zum Beispiel bei Verwandten oder Freunden. Eine andere Alternative ist es, die Foto- und Videodaten auf einem USB-Stick zu speichern und diesen ins Bankschließfach zu legen. Eine sichere Online-Cloud ist natürlich eine weitere Option.


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