OWL Futtermittel mit krebserregendem Schimmelpilz auch in OWL

Bielefeld (nw). Mehr als 3.500 Höfe in Niedersachsen sind mit hochgiftigem Futtermittel aus Serbien beliefert worden. Mindestens 10.000 Tonnen des mit einem krebserregenden Schimmelpilz verseuchten Maisfutters seien über Futtermittelhersteller in Umlauf gekommen. Das NRW-Verbraucherschutzministerium teilte nun mit, dass auch Betriebe in Ostwestfalen betroffen sind. Die giftigen Schimmelpilze gelten als hochgradig krebserregend. Nach aktuellen Erkenntnissen des Ministeriums sind 29 Lieferungen Ergänzungsfuttermittel im Zeitraum vom 25. Januar bis 8. Februar in 15 Betriebe in den Kreisen Lippe, Minden-Lübbecke und Steinfurt geliefert worden. Nach Informationen der Neuen Westfälischen sollen im Kreis Lippe zwei und im Kreis Minden-Lübbecke fünf Betriebe betroffen sein. Außerdem habe ein Mischfutterhersteller in NRW 1.050 Tonnen des betroffenen Futtermittels bezogen. Davon wurden 850 Tonnen sichergestellt. 200 Tonnen waren bereits verarbeitet. Die Vertriebswege werden derzeit ermittelt. Das NRW-Verbraucherschutz-Ministerium habe laut Pressemitteilung unverzüglich das NRW-Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) aufgefordert, die betroffenen Betriebe zu identifizieren, festzustellen ob die betroffenen Futtermittel eingesetzt worden sind, im Einzelfall Milchlieferungen auszusetzen und Proben zu analysieren. Die amtlichen Untersuchungsämter wurden aufgefordert, Probenkapazitäten bereitzustellen und zu prüfen, ob Amtshilfe für Niedersachsen möglich ist. Der staatlich anerkannte Milchkontrolldienst (Landeskontrollverband) wurde vom Ministerium aufgefordert, die Eigenkontrollen bei der Milchanlieferung auf Aflatoxine zu erhöhen. Darüber hinaus wurden die Kreisveterinärämter aufgefordert amtliche Kontrollen durchzuführen und auch Milcherzeugnisse in den Molkereien zu beproben. Mehr lesen Sie am Samstag in der Neuen Westfälischen.

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