Bielefeld/Detmold/Herford Schlag gegen internationale Schleuserbande in OWL

Bundespolizei nimmt mehrere Beschuldigte fest

Bielefeld/Detmold/Herford/Ahlen (nw). In einem Großeinsatz hat die Bundespolizei am Dienstag im Auftrag der Staatsanwaltschaft Essen einen Schlag gegen eine international agierende Schleuserbande durchgeführt. In den Ländern Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt durchsuchten rund 450 Einsatzkräfte, 33 Wohnungen und Geschäftsräume. Die Ermittler vollstreckten 10 Haftbefehle im In- und Ausland und stellten umfangreiche Beweismittel sicher. Aufgrund vorliegender Gefährdungshinweise kam auch die Spezialeinheit GSG 9 zum Einsatz. Im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Münster wurden vier Objekte in den Städten Bielefeld, Detmold, Herford und Ahlen durch Einsatzkräfte der Bundespolizei durchsucht. Hierbei wurden die Beschuldigten angetroffen und es konnte beweiserhebliches Material (Personalcomputer, Datenträger) sichergestellt werden. Ein Haftbefehl gegen einen Beschuldigten konnte durch Einsatz der GSG 9 in Ahlen vollstreckt werden. Der Mann soll noch am Dienstag dem Haftrichter beim Amtsgericht Münster vorgeführt werden. Die Ermittlungen werden seit April vergangenen Jahres durch die Bundespolizei in Berlin geführt. Die Ermittler werfen den 34 Beschuldigten vor, als Teil einer international vernetzten Schleuserorganisation in 127 Fällen mindestens 270 Personen nach Deutschland oder andere Schengenstaaten geschleust zu haben. Der Schleuserlohn betrug zwischen 4.500 und 17.000 Euro.

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