OWL So kommen Senioren sorgenfrei durchs Internet

Experten für Computersicherheit sehen keinen Grund für übertriebene Angst

Bielefeld. Im Internet lauert Gefahr: Viren attackieren Computer. Betrüger verschicken gefälschte E-Mails. Manche Internetseite entpuppt sich als Kostenfalle. Kein Wunder, dass ältere Menschen oft übervorsichtig sind, wie Torsten Lüer, Computertrainer aus Herford, berichtet. Dabei seien Senioren gut gerüstet: Der beste Schutz im Internet sei Lebenserfahrung. Wobei ein paar Expertentipps natürlich nie schaden. Ein Muss: Antivirenschutz Viren kann niemand im Internet ausweichen. "Wie im richtigen Leben", sagt Lüer. "Jeder wird mal krank, das kann Computern auch passieren." Viren sind Schadprogramme, die den Rechner beeinträchtigen oder manipulieren. Pflicht ist darum ein Antivirenprogramm. Die Stiftung Warentest empfiehlt einige, darunter auch kostenlose (siehe Info-Kasten). Wichtig: "Die Software muss immer auf dem neuesten Stand sein", sagt Lüer. Viele Programme aktualisieren sich automatisch. Vorsicht vor fremder Post Im E-Mail-Postfach liegt eine Nachricht von einem unbekannten Absender? "Bloß keine Anhänge öffnen", warnt Birgit Westermann, Beraterin der Verbraucherzentrale Bielefeld. Fotos oder andere Dokumente könnten getarnte Viren sein. Also: E-Mail löschen. Besonders misstrauisch sollte man werden, wenn persönliche Daten erfragt werden. Betrüger nutzen eine verbreitete Masche: Sie geben sich als Bank oder Unternehmen aus, fälschen Logos und erfragen Kontodaten oder Passwörter. "Niemals auf E-Mails reagieren, in denen persönliche Daten abgefragt werden", rät Torsten Lüer. Seriöse Unternehmen machen das nie per E-Mail. So sind Passwörter sicher Sie schützen den Zugang zu sensiblen Daten – wirklich sicher sind Passwörter aber nur, wenn man ein paar Regeln beachtet. "Passwörter sollten mindestens acht Zeichen lang sein, Groß- und Kleinschreibung sollten sich abwechseln", zählt Birgit Westermann auf. Zahlen und Sonderzeichen gehören auch hinein. Heißt: Zeichensalat ist sicherer als der Geburtsname der Ehefrau. Echte Wörter können Kriminelle leichter erraten. Passwörter kann man zur Sicherheit notieren. "Der Zettel gehört aber gut verwahrt." Sicheres Einkaufen Birgit Westermann rät grundsätzlich, beim Bestellen im Internet keine Vorkasse zu leisten. Zu groß sei die Gefahr, auf Betrüger hereinzufallen. "Man sollte nur auf Rechnung oder per Lastschrift zahlen." Bei seriösen kommerziellen Anbietern ist das Standard. Private Verkäufer – etwa beim Auktionshaus Ebay – sollten eine Zahlung über einen Treuhandservice anbieten. Im Zweifel: Prüfen "Wem ein Angebot dubios vorkommt, der kann zur Probe in einer Suchmaschine den Namen der Internetseite oder der Firma zusammen mit dem Begriff ,Betrug‘ eingeben", sagt Westermann. Vielleicht tauchen Warnungen auf. Torsten Lüer rät aber im Großen und Ganzen zu Gelassenheit: "Man sollte sich im Internet auf nichts einlassen, was man nicht auch im normalen Leben tun würde. Dann braucht man auch keine Angst zu haben." Tablet mit ePaper kombinieren Bielefeld. Tablet-Computer sind flach, leicht, einfach zu bedienen – und eignen sich auch zum Zeitunglesen. Ein Abopaket für die elektronische Version der Zeitung – das ePaper – ist jetzt von der Neuen Westfälischen erhältlich. Das ePaper-Abonnement wird mit einem von drei Tablet-Modellen kombiniert. Abonnenten der gedruckten Zeitung zahlen 15,90 Euro monatlich für das ePaper-Paket. Für Nichtabonnenten kostet es 30,10 Euro. Drei Tablets stehen nach einmaliger Zuzahlung zur Auswahl: Das iPad 4, das iPad mini und das Samsung Galaxy 2. Bestellungen in den Geschäftsstellen der NW.Hier geht's zum Angebot

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