Per Knopfdruck startet NRW-Umweltminister Johannes Remmel die Abwassereinleitung ins Klärbecken. - © FOTO: RAIMUND VORNBÄUMEN
Per Knopfdruck startet NRW-Umweltminister Johannes Remmel die Abwassereinleitung ins Klärbecken. | © FOTO: RAIMUND VORNBÄUMEN

Gütersloh Gütersloh hat landesweit erstes Klärwerk mit vier Stufen

Umweltminister Remmel startet die Anlage per Knopfdruck

Gütersloh (hko). Rückstände von Medikamenten belasten das Trinkwasser auch nach der Reinigung im Klärwerk, von Kosmetika oder künstlichen Süßstoffen lassen sich mikroskopische Spuren nachweisen, auch manche Abwässer von Industrieanlagen überfordern herkömmliche Reinigungsanlagen. Im Klärwerk des Abwasserverbandes Obere Lutter in Gütersloh hat man deshalb nun nachgerüstet: Als erstes in NRW arbeitet das Klärwerk nun mit einer vierten Klärstufe. Feinkörnige Aktivkohle soll auch die letzten Mikroverunreinigungen aus dem Wasser filtern. Etwa eine Million Euro hat der Abwasserverband in die neue Technik investiert, noch einmal 800.000 Euro steuerte das Land zu. Der Pilotanlage in Gütersloh sollen in ganz NRW 100 weitere folgen. Das sei Teil des Masterplans zum Schutz des Wassers im Land, sagte Umweltminister Joachim Remmel, der die Anlage symbolisch per Knopfdruck startete. Dass Gütersloh der erste Standort ist, hat auch mit einem speziellen lokalen Problem zu tun: Weil das Entsorgungsunternehmen Zimmermann belastete Abwässer ins öffentliche Kanalsystem einleitet, waren in der Vergangenheit häufig Grenzwerte überschritten worden.

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