BIELEFELD - MIT PANORAMABILDERN Tausende feiern Christopher-Street-Day in Bielefeld

Bunte Parade durch die Innenstadt

Bielefeld. Tausende Menschen haben in der Bielefeld Innenstadt den Christopher-Street-Day (CSD) gefeiert. Der Veranstalter, das Netzwerk lesbischer und schwuler Gruppen in Bielefeld, hatte Glück gehabt: Nach zwei völlig verregneten und stürmischen Tagen schien fast während der gesamten Veranstaltung die Sonne. Am Vormittag hatte das Spektakel mit einem Empfang im Rathaus begonnen, auf dem Oberbürgermeister Pit Clausen den CSD mit einer Ansprache eröffnete. "Wir zeigen, dass in dieser Stadt Vielfalt willkommen ist", sagte der bekennende Schwule Clausen. "Wir zeigen, dass hier jede Liebe respektiert wird." Danach hisste das Stadtoberhaupt mit Lebensgefährte Tom Sopp die Regenbogenflagge am Rathaus. Dann begann die schrill-bunte Parade durch die Stadt, die am Siegfriedplatz endete. Das Motto des nunmehr 16. CSD in Bielefeld lautete "Geoutet". Immer mehr Lesben und Schwule entschieden sich nach einem Coming-Out (der Moment, in dem man erkennt, lesbisch, schwul oder bisexuell zu sein) offen und selbstbewusst lesbisch und schwul zu leben, erklärt Peter Struck, Vorstand des Netzwerkes lesbischer und schwuler Gruppen in Bielefeld. Dies sei nach wie vor ein schwieriger Prozess. Wer sich outet, müsse immer noch mit Anfeindungen und Herabsetzung rechnen, sagt Struck. Beruflich wie privat. Generell aber sei die Gesellschaft immer toleranter geworden gegenüber Lesben und Schwulen.

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