Daniel Schallenberg (25) ist zurzeit bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Mit im Gepäck hat er bei allen Spielen, die er sich anschaut, sein 3,5 Meter breites Spenge-Banner , das bei Fernsehübertragungen oft zu sehen ist. Am rechten Rand des Banners ist das Arminia-Logo aufgedruckt. Im Hintergrund ist das Green Point Stadium in Cape Town zu sehen. - © FOTOS: FELIX RETTBERG/DPA/MONTAGE: THOMAS LÖHRIG
Daniel Schallenberg (25) ist zurzeit bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Mit im Gepäck hat er bei allen Spielen, die er sich anschaut, sein 3,5 Meter breites Spenge-Banner , das bei Fernsehübertragungen oft zu sehen ist. Am rechten Rand des Banners ist das Arminia-Logo aufgedruckt. Im Hintergrund ist das Green Point Stadium in Cape Town zu sehen. | © FOTOS: FELIX RETTBERG/DPA/MONTAGE: THOMAS LÖHRIG

SPENGE Flagge zeigen in Südafrika

Daniel Schallenberg macht Spenge bei der Fußball-Weltmeisterschaft international bekannt

Spenge. Das Spenge-Transparent taucht bei der Fernsehübertragung aus Südafrika regelmäßig auf - zumindest wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft ran muss. Beim Spiel gegen Ghana war das nicht anders. Daniel Schallenberg aus Spenge ist einer der treuesten Fans der deutschen Elite-Kicker. Seit vielen Jahren hat er die Deutsche Nationalmannschaft zu jedem Spiel - ob daheim oder auswärts - begleitet. Ob Portugal, Island, China oder jetzt Südafrika - immer ist der 25-Jährige dabei. Im Gepäck hat er stets das 3,5 Meter breite Stoffbanner und platziert es an der Bande hinter dem Tor: Durch dessen Größe bringt er den Namen seiner Heimatstadt auf deutschen und internationalen Bildschirmen groß heraus. In weißen Buchstaben auf schwarzem Grund ist deutlich "Spenge" zu lesen. Daneben ist klein das DSC-Arminia-Logo aufgedruckt. "Das Spiel gegen Ghana war eine Zitterpartie", sagte er gestern im Telefon-Interview mit der Neuen Westfälischen. "Aber ich bin einfach froh, dass die Mannschaft den Einzug ins Achtelfinale gepackt hat." Am Sonntag geht’s gegen England. Und Daniel Schallenberg ist natürlich mit seinem Spenge-Banner dabei. "Gegen England - das ist eine hohe Hürde", weiß der Industriekaufmann, der seinen Urlaub für die WM in Südafrika opfert. "Und wenn wir England schlagen, wird der nächste Gegner höchstwahrscheinlich Argentinien heißen. Das Team von Maradonna ist natürlich ein echter Brocken." Das Spiel Deutschland-Ghana war bereits sein 17. Spiel bei der WM in Südafrika, das er im Stadion verfolgt hat. An manchen Tagen sieht er sich zusammen mit seinen drei Kumpel aus Deutschland gleich zwei Spiele an. Die vier haben sich zusammen eine Wohnung gemietet und fahren von dort mit einem Leihwagen zu den WM-Partien. 300 Kilometer und mehr legen sie oftmals zurück, um von einem Austragungsort zum nächsten zu kommen. Wenn es allerdings ins weit entfernte Kapstadt geht, nehmen sie den Flieger. Gefährliche Situationen haben Daniel und seine Freunde bei ihren Touren durchs Land nicht erlebt. Nur einmal wurde es brenzlig: Wegen einer Reifenpanne mussten sie anhalten. "Die Gegend schien nicht die sicherste zu sein", sagt der Spenger. Denn die Polizei forderte sie auf, nicht auszusteigen, sondern weiterzufahren. So legten sie die nächsten 40 Kilometer auf der Felge zurück. Karten für die Deutschland-Spiele hat der Spenger sich vorher organisiert. Für andere Partien kann er sich vor Ort oftmals günstig Tickets kaufen. Einheimische haben für eine Karte im Schnitt nur 20 Euro bezahlt. Gegen einen geringen Aufschlag verkaufen sie die Karten an ausländische Fußballfans. Trotz der großen Fußballbegeisterung haben die vier Freunde noch Zeit für andere Dinge. "Sehenswürdigkeiten stehen auch auf dem Plan", weiß Vater Michael Schallenberg, der per E-Mail Kontakt zu seinem Sohn hält. Vater Michael ist auch verantwortlich dafür, dass sein Sohn vom Fußballfieber infiziert worden ist. "Als Daniel laufen konnte, habe ich ihn regelmäßig mit zu den Spielen von Arminia Bielefeld genommen." Selber gespielt hat Daniel rund acht Jahre im Jugendbereich beim SV Enger-Westerenger. Jetzt kickt er nicht mehr. Seine große Fußballbegeisterung aber ist geblieben.

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