Die Bochumer Feuerwehr beim Einsatz an einem Aldi-Markt. Eine möglicherweise giftige Spinne hat Kunden in Angst und Schrecken versetzt.  - © Feuerwehr Bochum
Die Bochumer Feuerwehr beim Einsatz an einem Aldi-Markt. Eine möglicherweise giftige Spinne hat Kunden in Angst und Schrecken versetzt.  | © Feuerwehr Bochum

Bochum (Gift)spinne im Supermarkt: Kammerjäger beseitigt das Tier

Am Freitag entdeckten Mitarbeiter die Spinne in einem Bananenkarton - Untersuchungen haben aber ergeben, dass es keine giftige Bananenspinne war

Lena Vanessa Niewald

Bochum. Fast drei Tage lang hielten die Mitarbeiter eines Bochumer Supermarktes den Atem an - jetzt haben sie endlich Gewissheit: Die  Spinne, die am Freitagmorgen in dem Markt entdeckt wurde, und dann nicht mehr auffindbar war, konnte jetzt beseitigt werden. Untersuchungen haben allerdings ergeben, dass es sich bei dem Spinnenexemplar nicht - wie zuerst angenommen - um eine giftige Bananenstimme handelte. Die Bochumer Feuerwehr war am Freitag ausgerückt, weil Mitarbeiter den Achtbeiner in einem Bananenkarton gesehen und sofort die Feuerwehr alarmiert hatten. Zehn Einsatzkräfte in Infektionsschutzanzügen räumten daraufhin die Obstinsel des Marktes ab, in die die Spinne offenbar gekrabbelt war. Nach knapp zwei Stunden brachen sie die Suchaktion allerdings ab - erfolglos. Das Veterinäramt sperrte kurz darauf den Markt. Ein Kammerjäger wurde gerufen, der am Samstag dann den gesamten Laden ausräucherte. „So konnten wir sicherstellen, dass die Spinne nicht überlebt", sagte die Sprecherin des Marktes, Serra Schlesinger. Obst und Gemüse überlebten die Ausräucherung allerdings auch nicht. Dass mit Früchten hin und wieder kleine Tiere in Supermärkte gelangen, ist nicht ungewöhnlich. Meistens würden die ungebetenen Gäste aber aufgespürt, sagte die Supermarkt-Sprecherin. „Benebelung" sei eher die Ausnahme. Am Montagmorgen konnte der Markt in Bochum wieder öffnen.

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