Die Auswirkungen des schweren Erdbebens in Port-au-Prince, Haiti. Oxfam-Mitarbeiter sollen damals Sexorgien mit Prostituierten veranstaltet haben. - © picture alliance / dpa
Die Auswirkungen des schweren Erdbebens in Port-au-Prince, Haiti. Oxfam-Mitarbeiter sollen damals Sexorgien mit Prostituierten veranstaltet haben. | © picture alliance / dpa

Oxford Oxfam-Mitarbeiter feierten in Haiti Orgien mit Prostituierten

„Sie schmissen große Partys mit Prostituierten. Diese Mädchen trugen Oxfam-T-Shirts, rannten halbnackt herum"

Oxford (dpa). Sexparties statt Katastrophenhilfe: Mitarbeiter der Hilfsorganisation Oxfam sollen während ihres Einsatzes nach dem schweren Erdbeben in Haiti im Jahr 2010 Sexorgien mit Prostituierten veranstaltet haben. Das berichtete die britische Tageszeitung The Times am Freitag unter Berufung auf einen internen Untersuchungsbericht der Hilfsorganisation aus dem Jahr 2011. Mehrere Mitarbeiter entlassen Oxfam bestätigte, dass mehrere Mitarbeiter unter anderem wegen sexuellen Fehlverhaltens, Mobbings und Einschüchterung entlassen wurden oder ihre Posten niederlegten. Darunter sei auch der Landes-Direktor. Das Verhalten sei „total inakzeptabel" gewesen, teilte die Hilfsorganisation mit Sitz in Oxford mit. Dem Times-Bericht zufolge sollen die Orgien in einer von Oxfam angemieteten Villa stattgefunden haben. „Sie schmissen große Partys mit Prostituierten. Diese Mädchen trugen Oxfam-T-Shirts, rannten halbnackt herum", zitiert das Blatt einen Informanten, der ein entsprechendes Video gesehen haben will. Möglicherweise Kinder involviert Dem Untersuchungsbericht zufolge könne „nicht ausgeschlossen werden", dass Kinder sexuell ausgebeutet wurden, berichtet die Times. In Haiti ist Prostitution generell verboten. Zu Ermittlungsverfahren soll es laut Medienberichten aber nicht gekommen sein. Oxfam teilte mit, aus den Vorfällen seien Konsequenzen gezogen worden, beispielsweise sei eine Hotline für anonyme Informanten eingerichtet worden. Wichtige Geldgeber wie die Europäische Union, die Weltgesundheitsorganisation und Agenturen der Vereinten Nationen seien in Kenntnis gesetzt worden.

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