In einer kleinen Gemeinde bei Karlsruhe sorgt ein Hackfleisch-Phantom für Diskussionen. - © dpa
In einer kleinen Gemeinde bei Karlsruhe sorgt ein Hackfleisch-Phantom für Diskussionen. | © dpa

Karlsruhe Mysteriös: Immer montags liegt ein Pfund Hackfleisch am Bahnhof

Einmal die Woche schlägt das Hackfleisch-Phantom zu. Der kleinen Gemeinde bei Karlsruhe sind die Hände gebunden.

Matthias Schwarzer

Pfinztal. Die Bewohner des kleinen Örtchens Berghausen stehen vor einem Rätsel: Seit Wochen deponiert ein Unbekannter eine Portion Hackfleisch am Bahnhof. Immer an derselben Stelle, vorzugsweise in der Nacht zu Montag. Was steckt hinter der kuriosen Aktion? Der 7.000-Seelen-Ort in der Gemeinde Pfinztal bei Karlsruhe sucht nach einer Antwort. Vor allem in den sozialen Netzwerken wird der Fall heftig diskutiert. Einige Nutzer nehmen es mit Humor - andere sind in Sorge, dass das Hackfleisch möglicherweise mit Gift versetzt sein könnte. Das könnte insbesondere für Hunde gefährlich werden. Wie die Bruchsaler Rundschau schreibt, sind der Gemeinde die Hände gebunden: "Das Hackfleisch wird hinter einem Zaun des Gleisbetts platziert", zitiert die Zeitung einen Mitarbeiter des Gemeindevollzugsdienstes. "Das ist Hoheitsgebiet der Verkehrsgesellschaft. Da dürfen wir nicht aktiv werden." Der Reinigungstrupp der Albtalverkehrsgesellschaft habe den Klops Hackfleisch aber immer schnell entfernt. Auch die Polizei hat keine Handhabe gegen das Hackfleisch-Phantom: "Ein Giftköder scheidet aus. Ein solcher wird normalerweise gut zugänglich ausgelegt und besteht außerdem nicht aus derart viel Fleisch", sagt ein Polizeisprecher der Zeitung. Auch Ermittlungen wegen des illegalen Entsorgens von Müll scheiden aus - dafür sei der Hackfleisch-Klops zu klein. In den sozialen Netzwerken werden nun Vorschläge gemacht, sich auf die Lauer zu legen um den "Hacker" "in flagranti" zu erwischen. Am kommenden Montag dürfe es wieder soweit sein.

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