Mahnmal gegen Krieg und Terror: Drei senkrecht aufgestellte Busse erinnern an das Leben der Menschen in Aleppo. In Dresden hatte das Kunstwerk Proteste ausgelöst. Nun steht es in Berlin am Brandenburger Tor. - © picture alliance/Geisler-Fotopress
Mahnmal gegen Krieg und Terror: Drei senkrecht aufgestellte Busse erinnern an das Leben der Menschen in Aleppo. In Dresden hatte das Kunstwerk Proteste ausgelöst. Nun steht es in Berlin am Brandenburger Tor. | © picture alliance/Geisler-Fotopress

Berlin Mahnmal: Schrottbusse aus Aleppo stehen jetzt vor dem Brandenburger Tor

Berlin (AFP) - Die Installation aus drei Buswracks des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni ist seit Freitag vor dem Brandenburger Tor in Berlin zu sehen. Die Wracks sollen ein Zeichen für Frieden und Menschlichkeit setzen. Sie erinnern an das zerstörte Aleppo und ein Bild aus der syrischen Stadt, das im März 2015 um die Welt ging. Dort waren die Busse als Schutz vor Scharfschützen aufgestellt worden. In Berlin ist das Kunstwerk noch zwei Wochen lang zu bewundern. Die Installation "Monument" stand zuvor von Februar bis April in Dresden vor der Frauenkirche. Das Kunstprojekt des 1984 in Damaskus geborenen Künstlers Halbouni, der Absolvent der Dresdner Hochschule für bildende Künste ist, war in der Stadt heftig umstritten und wurde vor allem von der AfD und der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung als "Schrottplatz" und "Schande" kritisiert. Halbouni sagte am Freitag in Berlin, die Menschen in Aleppo hätten die Busse als Barrikade gegen Scharfschützen aufgestellt. "Das zivile Leben war fast normal auf der einen Seite der Barrikade, sie haben versucht, ihr Leben weiterzuführen - auf der anderen Seite der Busse war der Krieg", sagte er. "Das war ein starkes Symbol des Lebens für mich."

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