Das abgesackte Autobahnteilstück der A20 an der Trebeltalbrücke wird von Fachleuten begutachtet. - © picture alliance / Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa
Das abgesackte Autobahnteilstück der A20 an der Trebeltalbrücke wird von Fachleuten begutachtet. | © picture alliance / Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Tribsees Teil der Ostsee-Autobahn A20 bei Tribsees weggebrochen

100 Meter langes Stück zweieinhalb Meter abgerutscht

Tribsees (dpa). In den vergangenen Tagen ist auf der A20 bei Tribsees in Mecklenburg-Vorpommern die Fahrspur in Richtung Rostock auf einer Länge von etwa 100 Metern abgebrochen. In diesem Abschnitt ist ein riesiges Loch von etwa von 10 Metern Breite, 40 Metern Länge und 2,50 Metern Tiefe entstanden. Insgesamt sollen etwa 1.000 Kubikmeter Erde weggesackt sein. Die A20 ist deshalb - in Richtung Rostock zumindest - an dieser Stelle komplett gesperrt. Trotz der Absenkungen, die bereits seit September nach und nach tiefer wurden, ist nach Meinung eines Gutachters eine Vollsperrung der Autobahn nicht notwendig. Aktuell ist in Richtung Stettin aber nur noch eine Spur befahrbar. Der Gutachter sehe keine akute Gefährdung des Verkehrs auf der verbleibenden einen Fahrspur, teilte das Verkehrsministerium Mecklenburg-Vorpommern mit. „Deshalb soll der Verkehr dort zunächst aufrechterhalten werden." Vermesser des Landesamtes kontrollierten zweimal täglich mit Höhenmessungen die Fahrbahnoberfläche. Grund für die Probleme ist nach früheren Angaben von Verkehrsminister Christian Pegel (SPD), dass die Autobahn über einer sogenannten Torflinse verläuft. Diese sei beim Bau mit vielen kleinen Betonkernen stabilisiert worden. Es müsse geklärt werden, ob diese Kerne die Last nicht gehalten haben. Umleitungsstrecke ebenfalls uneben Allerdings zeichnet sich da möglicherweise ein neues Problem ab. An der direkt neben der Autobahn laufenden Umleitungsstrecke in Richtung Bad Sülze gibt es auch Verwerfungen, wie ein dpa-Reporter berichtete. Vom Ministerium hieß es, dass die Schäden keineswegs mit denen auf der Autobahn vergleichbar seien. Diese Schäden sollen in der kommenden Woche behoben werden. Der Bau der Autobahn war im Dezember 2005 nach elf Jahren Bauzeit abgeschlossen worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schnitt nahe dem nun abgebrochenen Teilstück das Band durch. Der Sprecher des deutschen Autobahnplaners Deges, Michael Zarth, bekräftigte, dass die Autobahn auf dem Stand der damaligen Technik und des Regelwerks gebaut worden sei. "Gefühlte Verfünffachung des Verkehrs" Unterdessen leiden die Gemeinden an der Umleitungsstrecke unter dem Verkehr. Anke Haß vom Amt Recknitz-Trebeltal in Bad Sülze berichtete von einer gefühlten Verfünffachung des Verkehrsaufkommens in den Ortschaften entlang der Umleitungsstrecke. Ein Sprecher des Landkreise Rostock, sagte, dass mit dem Landesstraßenbauamt Stralsund die Optimierung des Verkehrsflusses abgestimmt werde. Dazu sollen Ampelschaltungen entlang der Umleitungsstrecke angepasst werden.

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