Wegen eines abgeknickten Baumes musste die Feuerwehr am Mittwoch auf den Ostwestfalendamm ausrücken. Inzwischen ist er wieder frei. - © Wolfgang Rudolf
Wegen eines abgeknickten Baumes musste die Feuerwehr am Mittwoch auf den Ostwestfalendamm ausrücken. Inzwischen ist er wieder frei. | © Wolfgang Rudolf

Bielefeld Sturmtief verursacht Verkehrsstörungen und Feuerwehreinsätze in OWL

Der Ostwestfalendamm war vorübergehend gesperrt / Auf dem Jahnplatz drohte eine Ampel auf die Straße zu stürzen

Bielefeld. Sturmtief „Sebastian" hat am Mittwoch in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen Störungen und Verzögerungen im Bahnverkehr ausgelöst. Wie ein Sprecher der DB Regio mitteilte, gab es „über das ganze Land verteilt immer wieder Probleme". Es kam zu Streckensperrungen und Umleitungen. In Ostwestfalen hat der Sturm bereits für erste Feuerwehreinsätze gesorgt. In Bielefeld musste die Feuerwehr unter anderem wegen einer abgeknickten Ampel ausrücken. Der Ostwestfalendamm war wegen eines herabgestürzten Baumes am Nachmittag für etwa eine Stunde nur einspurig befahrbar. Im Ortsteil Brackwede stürzte ein Baum auf ein Hausdach. Verletzte gab es laut Polizei aber nicht. Der Umweltbetrieb der Stadt warnte davor, am Mittwoch die Friedhöfe zu betreten. Baum auf parkendes Auto gestürzt Im Kreis Gütersloh war die Feuerwehr an mehreren Stellen wegen umgestürzter Bäume im Einsatz. In Harsewinkel verursachte eine entwurzelte Eiche einen Verkehrsunfall, als sie auf ein fahrendes Auto stürzte. An anderen Stellen flogen Blätter und Wahlplakate umher. Im Kreis Paderborn blieb es vergleichsweise ruhig. Vorsorglich wurden dort Teile des Baugerüsts von dem Dom entfernt. In der Herforder Innenstadt stürzte ein Baum auf ein parkendes Auto. Die Insassen befanden sich zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise nicht im Wagen. Im Kreis Höxter war es ebenfalls vergleichsweise ruhig. Die Kreisleitstelle der Feuerwehr verzeichnete am Nachmittag weniger als zehn Einsätze, die meisten wegen umgekippter Bäume. Mehr zu tun hatte die Feuerwehr im Kreis Lippe, wo bis zum Nachmittag 35 Einsätze, größtenteils wegen umgekippter Bäume, nötig waren. Großes Glück hatte eine 36-Jährige Hausbewohnerin in Bad Salzuflen. Sie war mit ihrer vier Monate alten Tochter gerade in die Einfahrt gefahren, als ein stattlicher Baum zwei Meter hinter ihrem Auto auf den Boden schlug. Beruhigung erst in der Nacht Auch in anderen Teilen von Nordrhein-Westfalen reagieren Städte auf den Sturm. Wegen der starken Windböen, die laut Wetterdienst in Deutschland örtlich bis zu 140 km/h erreichen können, schloss der Wuppertaler Zoo am Mittag zwischenzeitlich seine Pforten. Die Duisburger Polizei meldete am Mittag eine größere Zahl wetterbedingter Einsätze im Stadtgebiet. Mehrere geparkte Autos wurden durch herabfallende Äste beschädigt. Andernorts kippten Bauzäune um. Laut Deutschem Wetterdienst ist in NRW den ganzen Tag über noch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern pro Stunde zu rechnen. Im Aachener Raum, Münsterland, Ostwestfalen und in den Gipfellagen von Rothaargebirge und Eifel seien sogar Sturmböen von bis zu 100 Stundenkilometern möglich. Erst in der Nacht soll sich die Lage allmählich beruhigen.

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