Touristen haben in Spanien ein Delfin-Baby zu Tode gestresst. Sie wollten unbedingt Fotos mit ihm machen. - © Equinac
Touristen haben in Spanien ein Delfin-Baby zu Tode gestresst. Sie wollten unbedingt Fotos mit ihm machen. | © Equinac

Spanien Zu Tode gestresst: Delfin-Baby stirbt nach Selfie-Orgie von Touristen

Die Urlauber hatten das junge Tier herumgereicht, bis es qualvoll verendete

Almería (dpa). Hunderte Selfie-Fans haben an einem Strand in Südspanien den Tod eines Baby-Delfins verursacht. Als das winzige Säugetier in Ufernähe entdeckt worden sei, habe es für die anwesenden Sonnenanbeter kein Halten mehr gegeben, berichtete die Zeitung „ABC". Immer wieder sei der Delfin aus dem Wasser gehoben und herumgereicht worden, damit die Menschen mit ihm für Fotos posieren konnten, hieß es. Auch Kinder hätten ihn in den Arm genommen und ihm dabei versehentlich das zum Atmen nötige Blasloch zugedrückt. Kurze Zeit später sei der Delfin verendet. Der Vorfall, der im Internet wütende Kommentare von Tierfreunden nach sich zog, ereignete sich bereits vor einigen Tagen in Mojácar in der Provinz Almería. „ABC" zitierte die auf Meeresfauna spezialisierte Tierschutzorganisation Equinac mit den Worten „Delfine sind sehr anfällig für Stress (...). Er löst bei ihnen einen starken Schock aus, der meist zu einem Herz-Lungen-Versagen führt." Herbeigerufene Tierschützer seien wenige Minuten zu spät gekommen - der Delfin sei bereits tot gewesen, als sie eintrafen.

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