Schlitterpartie: Eisregen oder gefrierende Nässe haben in ganz OWL für spiegelglatte Straßen gesorgt. - © dpa
Schlitterpartie: Eisregen oder gefrierende Nässe haben in ganz OWL für spiegelglatte Straßen gesorgt. | © dpa

Bielefeld Eisregen: 44 Glätteunfälle halten Bielefelder Polizei in Atem

Andere Kreise OWLs weniger schlimm betroffen

Anneke Quasdorf

Bielefeld. Allen Unwetterwarnungen zum Trotz haben Eisregen oder überfrierende Nässe den Rettungskräften in Bielefeld und vor allem der Autobahnpolizei eine unruhige Nacht beschert. Allein in Bielefeld und auf den Autobahnen der Region krachte es 44 Mal wegen Glätte, 32 Unfälle davon ereigneten sich auf A2, A30 und A33. In den meisten Fällen blieb es bei Fahrzeugschäden, bei fünf Unfällen wurden allerdings Personen verletzt, in einem Fall schwer.Gegen 0:10 Uhr hatten sich ein Lkw und ein Pkw auf der A2 in Richtung Hannover zwischen den Ausfahrten Porta Westfalica und Veltheim touchiert. In Bielefeld überschlug sich eine 27-jährige Pkw-Fahrerin auf der Babenhauser Straße und landete im Graben. Sie verletzte sich aber nur leicht. Besonders turbulent sei es rund um Mitternacht zugegangen, sagte ein Polizeisprecher gegenüber nw.de. Zu diesem Zeitpunkt habe der Eisregen eingesetzt. Während die Bielefelder Einsatzkräfte und die Autobahnpolizei also gut zu tun hatten, ging es erstaunlicherweise in den Kreisen, für die sogar Unwetterwarnungen galten, ruhig zu. In den Kreisen Höxter und Paderborn gab es keine besonderen Vorfälle, auch Herford meldete eine ruhige Nacht. Im Kreis Gütersloh kam es zu sechs Glätteunfällen, die aber allesamt ohne Verletzte abgingen. Zugverkehr nicht betroffen Im Kreis Minden-Lübbecke ereigneten sich fünf Glätteunfälle ohne Personenschäden. Allerdings geriet ein 38-jähriger Mann mit seinem Lkw ins Rutschen und schleuderte in einen Verbrauchermarkt in Minden. Der Schaden beträgt mehrere zehntausend Euro. Auch im Rest der Bundesrepublik sorgte das Blitzeis für Hunderte Unfälle. Erhebliche Probleme gab es seit dem späten Freitagabend vor allem im Südwesten und Osten. Dutzende Menschen wurden verletzt, die meisten glücklicherweise nur leicht. Vielerorts in Deutschland wurden nach Unfällen Autobahnen zeitweise gesperrt, Winter- und Abschleppdienste waren im Dauereinsatz. Mit Kranwagen wurden umgekippte oder in Böschungen gerutschte Lastwagen geborgen. In Stuttgart wurde ein Auto aus dem Neckar geholt. Im Zugverkehr gab es dagegen zunächst keine Probleme, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte Blitzeis in weiten Teilen Deutschlands von Freitagabend an angekündigt. Blitzeis entsteht, wenn es nach einer winterlichen Kälteperiode wieder wärmer wird und Niederschlag als Regen auf den gefrorenen Boden trifft. In einigen Regionen schneite es zunächst noch.

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