Auf den Autobahnen in NRW drohen zum Start der Pfingstferien einige Staus. - © picture alliance / Marcel Kusch/dpa
Auf den Autobahnen in NRW drohen zum Start der Pfingstferien einige Staus. | © picture alliance / Marcel Kusch/dpa

Bielefeld Pfingstferien sorgen für lange Staus

Fernstraßen: Nordrhein-Westfalen hängt an die Feiertage in diesem Jahr noch eine Ferienwoche an. Das führt zu mehr Reiseverkehr als sonst. ADAC und Straßen-NRW sagen, wo es eng wird

Dirk-Ulrich Brüggemann

Bielefeld. Ab morgen Mittag wird es eng auf den Autobahnen und Fernstraßen: Gründe dafür sind der freitägliche Berufsverkehr und der Beginn der Pfingstferien, die diesmal in Nordrhein-Westfalen eine Woche dauern. 2017 war der Freitag vor Pfingsten laut ADAC auf Rang zwei der staureichsten Tage des Jahres. Ralf Collatz vom ADAC Ostwestfalen-Lippe sieht als Stauschwerpunkt in der Region die A 33 zwischen Paderborn und Borchen, wo wegen einer 6,5 Kilometer langen Baustelle der Verkehr nur einspurig rollen kann. Eng wird es laut Collatz auch auf der A 44 zwischen Lichtenau und Marsberg, wo vor wenigen Tage eine neue Brückenbaustelle eingerichtet wurde. Besonders der Freitagnachmittag wird kritisch „Wir rechnen mit sehr vollen Autobahnen, denn das Wetter soll über die Pfingstfeiertage gut werden", sagt der ADAC-Sprecher. Das bestätigt Matthias Habel, Experte von Wetter-Online: „Am Pfingstwochenende wird es an den Küsten mit Temperaturen von 17 bis 25 Grad angenehm warm. In der Woche nach Pfingsten setzt sich nach jetzigem Stand ein Hochdruckgebiet über Skandinavien fest. Die Strömung dreht auf östliche Richtungen und führt warme Luft heran. Diese sorgt wohl vor allem im Norden für sonniges Wetter." Auch in der Verkehrsleitzentrale von Straßen-NRW hat man sich auf den schnell ansteigenden Reiseverkehr am Freitag zwischen 14 und 18 Uhr eingestellt, sagt Volker Gronau vom Landesbetrieb. „Besonders betroffen sind die Autobahnen, die in Richtung der Küsten führen wie die A 1, die A 31, die A 40, die A 57 und die A 61. Auch auf der A 3 im Großraum Köln und im Bereich Oberhausen ist mit erheblichen Staus zu rechnen", so Gronau weiter. Über die Pfingsttage zieht es viele Menschen aus Ostwestfalen-Lippe auch in die Niederlande. Dort ist der Pfingstmontag ebenfalls gesetzlicher Feiertag. „Wegen der vielen Baustellen im Ruhrgebiet sollten die Autofahrer für ihren Besuch im Nachbarland die Route über Osnabrück wählen", rät Ralf Collatz. Beliebte Ziele in den Niederlanden sind Roermond und Venlo. Aus dem Ruhrgebiet kommend empfiehlt Straßen-NRW für die Fahrt nach Roermond, zunächst über die A 40 und dann über die niederländische A 67 in Richtung Venlo zu fahren. Dann sollte auf die niederländische A 73 in Richtung Maastricht gewechselt werden. Um in Roermond Rückstaus zu vermeiden, fahren die Autofahrer nach dem Verlassen der Autobahn am besten zweispurig weiter. Die Parkplätze des Outlet-Centers sind zweispurig erreichbar, erläutert Gronau. Richtung Norden und Niederlande wirds eng Aus dem Ruhrgebiet kommend empfiehlt es sich laut Straßen-NRW, nach Venlo zunächst über die A 40 zu nutzen und dann die niederländische A 67 bis zur Ausfahrt 40 „Velden". Das ist die zweite Ausfahrt hinter dem Grenzübergang. Autofahrer sollten die Routenempfehlungen auf dem Anzeigewagen am Grenzübergang A 40 / A 67 (NL) Venlo und auf der N 271 (NL) beachten, um störungsfrei ins Zentrum zu gelangen. Wer aus Ostwestfalen-Lippe Richtung See fahren will, sollte auch auf der A 7 nördlich von Hannover mit Staus in den Baustellenbereichen rechnen. Wegen Fahrbahnerneuerungen gibt es Richtung Norden drei verengte Fahrspuren und teilweise Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 60 km/h, so Collatz. Allerdings werden nicht nur Menschen aus OWL auf den Straßen unterwegs sein: Baden-Württemberg und Bayern starten in zweiwöchige Pfingstferien; Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen haben nach Pfingstmontag einen weiteren Tag schulfrei.

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