25 Hektar groß: Das Gartenschaugelände liegt zu Füßen des Bad Iburger Schlosses. - © LGS
25 Hektar groß: Das Gartenschaugelände liegt zu Füßen des Bad Iburger Schlosses. | © LGS

Bad Iburg Landesgartenschau: Bad Iburg lockt ab Mittwoch Gartenfreunde an

Vor den Toren Ostwestfalen-Lippes wird am 18. April die niedersächsische Landesgartenschau eröffnet

Bad Iburg. Ziemlich genau ein Jahr nach dem Start der Landesgartenschau in Bad Lippspringe beginnt wieder eine Gartenschau, die für viele Blumen- und Naturfreunde in Ostwestfalen-Lippe ein lohnendes Ausflugsziel sein könnte. Das Städtchen Bad Iburg (11.500 Einwohner) ist von Mittwoch an Gastgeber der 6. niedersächsischen Landesgartenschau. Es liegt direkt hinter der Landesgrenze in Richtung Osnabrück und ist damit für viele Besucher aus OWL schneller zu erreichen als für die meisten aus Niedersachsen selbst. Baumwipfelpfad in 30 Metern Höhe Wie in Bad Lippspringe spielt auch in Bad Iburg der Wald eine große Rolle. Und das nicht nur, weil ein großer Teil des Gartenschaugeländes im Teutoburger Wald liegt. Hauptattraktion der „LaGa", wie die Iburger sagen, ist ein 440 Meter langer Baumwipfelpfad, der in gut 30 Metern Höhe (158 Treppenstufen oder Aufzug) durch die Kronen von teilweise bis zu 150 Jahre alten Eichen, Buchen, Eschen und Ahornbäumen führt. Der Holzpfad in luftiger Höhe dürfte eine für Nordwestdeutschland einzigartige Attraktion sein. Insgesamt 15,8 Millionen Euro kostet die Gartenschau in Bad Iburg. Anders als in NRW erhalten die Ausrichter der Landesgartenschauen in Niedersachsen kein Geld vom Land. Von den eigentlichen Investitionskosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro muss das Städtchen Bad Iburg deshalb 2,4 Millionen Euro selbst aufbringen. Der Rest sind EU-Mittel. 500.000 erhoffte Besucher Und mit den erhofften 500.000 Besuchern wollen die Iburger den Hauptteil der Durchführungskosten von 7, 3 Millionen Euro finanzieren. Immerhin 4.500 Dauerkarten und einige Tausend Tagestickets sind bereits verkauft, berichtet „LaGa"-Sprecherin Imma Schmidt. Für den Baumwipfelpfad mussten noch einmal fünf Millionen Euro hingeblättert werden – zwei Millionen Euro davon kommen von der EU, der Rest soll nach der Gartenschau über Eintrittsgelder finanziert werden. Die Gartenschau ist also für das kleine Städtchen Bad Iburg ein Kraftakt. Kein Wunder, dass sie zunächst umstritten im Ort selbst war. Erst ein Bürgerentscheid mit fast Zwei-Drittel-Mehrheit für die Gartenschau konnte die Bedenkenträger in Rat und Politik davon überzeugen, dass die Gartenschau den etwas verschlafenen Kurort neu beleben kann. Zwölf Themengärten Dabei hat die Landesgartenschau in Bad Iburg mehr zu bieten als nur den Teutoburger Wald. Blühende Blumen, ein idyllischer See und eine der touristischen Hauptattraktionen des west-niedersächsischen Raumes, das fast 1.000 Jahre alte Kloster hoch oben auf dem Schlossberg, bilden den attraktiven Auftakt eines Geländes, das insgesamt 25 Hektar groß ist. Eine Fußgängerbrücke über die Bundesstraße 51 verbindet die beiden Geländeteile auf beiden Seiten der Bundesstraße zwischen Münster und Osnabrück. In zwölf Themengärten, einem Rosengarten und vielen Blumenschauen kommen Gartenfreunde auf ihre Kosten. Unter den beteiligten Gärtnern sind übrigens nicht wenige aus Ostwestfalen-Lippe. „Wir wollen Bad Iburg und das Osnabrücker Land bekannter machen", sagt Iburgs Bürgermeisterin Annette Niermann (Grüne). Dabei weiß das Stadtoberhaupt, dass die Landesgartenschau auch für die langfristige Entwicklung der Kommune wichtig ist. „Ohne die LaGa wären viele der geförderten Infrastrukturmaßnahmen nicht zu stemmen gewesen", sagt sie.

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