Einer Studie im Auftrag deutscher Kita-Leitungen zufolge fehlen künftig etliche Fachkräfte in Kitas. - © picture alliance / Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB
Einer Studie im Auftrag deutscher Kita-Leitungen zufolge fehlen künftig etliche Fachkräfte in Kitas. | © picture alliance / Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB

Düsseldorf Studie: In NRW-Kitas fehlen bis 2025 mindestens 75.000 Fachkräfte

Anteil der Kinder aus armen Familien steigt

Düsseldorf (dpa). In den deutschen Kindertagesstätten steigt laut einer repräsentativen Kitaleiter-Befragung der Anteil der Kinder aus armen Familien. In einer Studie für den Verband Bildung und Erziehung (VBE) und den Informationsdienstleister Wolters Klüwer bejahte dies mehr als die Hälfte der fast 2.400 befragten Kitaleiter aus ganz Deutschland. Neben mangelnder Anerkennung sei auch fehlendes Personal in den Kitas ein großes Problem. Bis 2025 drohe bundesweit eine Fachkräftelücke von rund 300.000 Beschäftigten - etwa ein Viertel davon im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Nur die Hälfte der Einrichtungen verfüge über spezielle Angebote für die Zielgruppe der ärmeren Familien, erklärte der Sozialwissenschaftsprofessor Ralf Haderlein. Bemerkenswert sei, dass trotz aller Politiker-Bekenntnisse nur vier Prozent der Kitaleiter den Eindruck äußerten, ihre Arbeit erfahre seitens der Politik tatsächlich starke Wertschätzung, sagte der Koblenzer Bildungsforscher. Der Bundesvorsitzende des VBE, Udo Beckmann, forderte mehr Studienplätze für akademisch gebildetes Kitapersonal. Haderlein bezifferte den bundesweiten Mehrbedarf für die Angleichung der deutschen Kita-Verhältnisse an europäische Standards auf bis zu zehn Milliarden Euro jährlich. Beim Deutschen Kitaleitungskongress in Düsseldorf tauschten sich nach Angaben der Veranstalter über 3.000 Teilnehmer und etwa 50 Referenten über die Arbeit in den Kitas aus. Die Studie über ihre Situation wird jährlich erhoben.

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