Der Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung der Union (MIT) Carsten Linnemann. - © picture alliance / dpa
Der Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung der Union (MIT) Carsten Linnemann. | © picture alliance / dpa

Regionale Politik Linnemann zur GroKo: "Könnte sich als Ende der Volkspartei CDU herausstellen"

Björn Vahle

Bielefeld. Der Paderborner Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung von CDU und CSU, Carsten Linnemann, hat sich entsetzt gezeigt über die im Koalitionsvertrag mit der SPD festgehaltene Ressortverteilung. Diese "widerspricht allen Regeln, die es bislang unter Koalitionären gab: nämlich eine ausbalancierte, gerechte Verteilung der wichtigsten Ministerien." Die SPD soll in der neuen Bundesregierung neben dem Außenministerium auch das Finanzministerium führen, das bisher in CDU-Hand war. Seine Partei, so Linnemann, laufe Gefahr, an Relevanz zu verlieren. "Für unsere Partei könnte sich der 7. Februar 2018 als Zäsur herausstellen, als Anfang vom Ende der Volkspartei CDU." Insbesondere in den Bereichen wie der Europa- und Haushaltspolitik habe die CDU Kompetenzen aufgeben müssen. "Die CDU war in diesen Themen immer Garant für Solidität. Das ist jetzt infrage gestellt."

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