In der Silvesternacht ist es, wie hier in Leipzig,  zu Ausschreitungen gegenüber Einsatzkräften gekommen. - © picture alliance / Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa
In der Silvesternacht ist es, wie hier in Leipzig,  zu Ausschreitungen gegenüber Einsatzkräften gekommen. | © picture alliance / Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

OWL Attacken auf Einsatzkräfte an Silvester - so lief es in OWL

Extreme Situationen bleiben aus

Benedikt Schülter

Berlin. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat nach den Angriffen auf Einsatzkräfte beim Jahreswechsel für harte Strafen plädiert. „Die Angriffe in der Silvesternacht sind leider keine Ausnahmen", teilte Maas mit. „Es ist höchste Zeit, Rettungskräfte wirkungsvoller zu schützen." Allein die Berliner Feuerwehr hatte nach der Silvesternacht von acht Angriffen auf Einsatzkräfte und 57 Angriffen auf Einsatzfahrzeuge gesprochen. In einem Fall sei die Besatzung eines Rettungswagens von mehreren Männern mit Schusswaffen bedroht worden. Von solchen Auswüchsen blieben die Einsatzkräfte in OWL laut eigenen Angaben verschont. Für Rainer Kleibrink, Leiter der Bielefelder Feuerwehr, war in der Silvesternacht lediglich der „alltägliche Wahnsinn" zu beobachten. Es sei mittlerweile Normalität, dass gegenüber Helfern verbale Pöbeleien Alltag seien. Zum Glück kämen physische Angriffe noch nicht so häufig vor. In ein ähnliches Horn stößt der Leiter der Paderborner Rettungsdienste, Elmar Keuter. Zwar seien die Leute „gut ausgelastet gewesen" doch die Silvesternacht sei, laut seiner Aussage, „mehr als normal" geblieben. Auch ein Anruf bei der Leitstelle in Gütersloh ergibt ein ähnliches Bild. Dort heißt es lapidar: „Es gab keine besonderen Vorfälle". Auch aus dem  Kreis Höxter ist von einer gesteigerten Gewaltbereitschaft gegenüber den Einsatzkräften in der Silvesternacht nichts zu hören.

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