Bielefeld In NRW wird besonders das Familienglück gesucht

Umfrage: Die Menschen träumen 2018 weniger von materiellen Dingen. Sie wollen sich mehr der Familie widmen. Silvestergrüße werden vermehrt digital versendet

Andrea Sahlmen

Bielefeld. Zwischen den Jahren ist traditionell für viele Menschen die Zeit, Pläne fürs neue Jahr zu schmieden oder sich Gedanken um die Zukunft zu machen. Wovon träume ich im neuen Jahr? Eine Umfrage im Auftrag von West Lotto beweist jetzt, dass die Menschen in Nordrhein- Westfalen immer weniger materielle Träume haben. Genau das Gegenteil ist der Fall. Mehr Menschen in NRW wünschen sich Zeit für ihre Lieben. 33 Prozent der 1.054 Befragten ab 18 Jahren träumen davon, im neuen Jahr mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen zu können. "Ein Traum ist etwas ganz Persönliches. Dabei geht es nicht immer nur um materielle Wünsche. Die Umfrage zeigt, dass Zeit unser kostbarstes Gut geworden ist", bestätigt auch West-Lotto-Sprecher Axel Weber die Umfrageergebnisse. Vor allem Berufstätige (39 Prozent) sowie Eltern mit mindestens zwei Kindern (45 Prozent) wünschen sich mehr Zeit für ihre Familie. Vielleicht kann das mit einer großen Reise verbunden werden, denn ganze 35 Prozent der Befragten träumt von einer solchen Traumreise. Interessant ist, dass sich mehr Männer (37 Prozent) als Frauen (33 Prozent) einen Trip in die Ferne wünschen. 14 Prozent der Befragten träumen von der großen Liebe Vollkommen aus der Mode geraten sind scheinbar materielle Dinge. Ein neues Auto wünschen sich nur 15 Prozent der Befragten, ein Haus oder eine Wohnung sogar nur zehn Prozent. Auch das Erlernen eines Musikinstruments ist für viele Menschen nicht mehr interessant. Nur sechs Prozent gaben diesen Traum für das neue Jahr an. Für die Erfüllung materieller Träume ist jeder selbst verantwortlich, ein anderer hängt an elf Fußballspielern, die im Sommer in Russland um den WM-Pokal kämpfen. Denn 14 fußballverrückte Prozent der Menschen in NRW hoffen auf den Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Vielleicht sogar mit einem jubelnden Partner an der Seite, denn ebenfalls 14 Prozent der Befragten träumen von der großen Liebe im nächsten Jahr. Doch es soll auch sie geben, diejenigen, die wunschlos glücklich sind. 15 Prozent sind es in NRW. "Fast jeder hat schon einmal davon geträumt, im Lotto zu gewinnen, sogar die 15 Prozent der Menschen, die in unserer Umfrage angegeben haben, sie seien wunschlos glücklich. Offenbar macht auch sie das Träumen von etwas schon glücklich!", so Weber. Somit kann man dem Jahreswechsel entspannt entgegenblicken. Große Datenmengen für Neujahrsgrüße Dieser ist traditionell mit vielen Neujahrsgrüßen verbunden, die mittlerweile immer öfter digital versendet werden. 60 Prozent der Bundesbürger wollen ihre Grüße in diesem Jahr per Text- oder Sprachnachricht oder als Beitrag in sozialen Netzwerken übermitteln. 46 Prozent der Befragten wollen ihren Angehörigen und Freunden ein frohes neues Jahr per Kurznachricht wünschen. 19 Prozent nutzen Sprachnachrichten. Und 15 Prozent wollen in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram posten. Das ergibt eine Umfrage im Auftrag von Eon. Auf alle Bundesbürger hochgerechnet entsteht dabei ein Datenvolumen von rund 16,7 Terabyte, das wären rund acht Millionen Fotos auf einer Festplatte. Weniger gravierend sind allerdings die Stromkosten, die durch den Datentransfer entstehen. Bundesweit kosten die digitalen Grüße nur 1.726 Euro, wie Eon berechnet hat. Wie auch immer die Grüße verschickt werden - wichtig ist die Erfüllung der Wünsche im neuen Jahr.

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